Landpartie in Vietnam

Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Rica Thies und ich habe das große Glück, seit Anfang Mai ein Teil von art of travel zu sein und gemeinsam mit Maren Spohr und Oliver Engelhardt das Reisegebiet Asien zu betreuen. Weil ich noch viel über Asien lernen kann und darf, wurde ich gleich in meinem dritten Arbeitsmonat auf Reisen geschickt und durfte für fast zwei Wochen Vietnam und Laos kennenlernen.

Für Sie auf Erkundungstour in Vietnam - Rica ThiesSchon bei der Ankunft in Vietnam kam ich mir vor wie in einem Film – rings um mich Einheimische mit ihren traditionellen Reishüten und riskant vollbepackten Fahrrädern mit Obst und Gemüse aller Art! Doch je weiter mein einheimischer Driver-Guide und ich in das ländliche Vietnam fuhren, desto mehr Außergewöhnliches – beziehungsweise in meinen Augen Außergewöhnliches – erlebte ich.
Eine Wanderung durch sattgrüne, unberührte Berglandschaft führte vorbei an kleinen Dörfern, deren traditionelle Häuser in einfachster Bauweise wie aus einer anderen Zeit gefallen wirkten. Doch selbst dort, wo nur selten Reisende hinkommen, wurde ich Zeugin der sprichwörtlichen asiatischen Gastfreundschaft.

Eine Familie gewährte mir einen Blick in ihr kleines Reich, wo es nur ein einzelnes Bett für eine vierköpfige Familie gibt, eine Hängematte für das Baby, eine archaische Kochstelle und daneben Hund und freilaufende Hühner, die ebenfalls das bescheidene Häuschen bewohnen. Es sind Bilder, die ich bis dato nur von Fotos oder Filmen kenne…
Vor den Häusern liegt der Mais zum Trocknen auf dem Boden und auf der Veranda sitzt eine Frau, die mit freier Hand die schönsten Muster auf ein Stück Stoff zeichnet.
Doch selbst in der Abgelegenheit der Berge hört man von allen Seiten das Hupen der knatternden Motorräder, die über die Feldwege rasen und halsbrecherisch an den langsamen Fahrradfahrer vorbeiziehen. Zwischendrin stoppen ein paar Einheimische, die uns frische Früchte verkaufen – für ein paar Cents die köstlichsten Fruchtsorten! Für mich eindeutig die bessere Wahl als die Insekten, die die einheimischen in den Reisfeldern vor dem nächsten Dorf fischen und die abends auf dem Esstisch landen.

Beim Besuch des nächsten Dorfs bleibe ich in einem Innenhof stehen und entdecke eine kleine blaue Tonne, aus der auf einmal ein Kopf guckt – und gleich wieder untertaucht! Neugierig beobachte ich die kleine Tonne weiterhin, bis zwei kleine Jungs zu sehen sind, die ebenso neugierig zurück gucken. Ich zücke meine Kamera und siehe da: Noch ein Dritter taucht auf! Im Planschbecken der vietnamesischen Art!

Planschbecken auf vietnamesischDie Wanderung führt immer weiter über unwegsame Pfade bergauf und doch kommt mir ein schwer bepacktes Motorrad entgegen, oben auf dem Anhänger der kleine Sohn ohne jeglichen Halt, daneben der rennende Hund, der hechelnd versucht, das Tempo mitzuhalten. Bei uns unvorstellbar, in Vietnam Alltag.

Und auch die malerischen Eindrücke gehören hier zum Alltag, wie mir scheint. Gleich um die nächste Biegung hockt eine bunt gewandete Frau mit freundlichem, wettergegerbtem Gesicht, die Ihre kleine Hühnerschar mit dem getrockneten Mais füttert und etwas weiter leuchten die grünen Teeplantagen im Sonnenlicht. Willkommen im ländlichen Vietnam!

Es ist nur ein kleiner Eindruck meiner Wanderung durch die abgelegenen Dörfer Vietnams in der Region Mai Chau und sicher nur ein Bruchteil dessen, was dort abseits der Touristenrouten entdecken kann.

Denn genau diese unbekannten Wege möchten wir gerne für Sie auf individuellen Rundreisen erschließen: Die Wege, auf denen kleine Jungs in blauen Tonnen baden, wo frisch gegrillte Maiskolben am Straßenrand duften und wo die traditionellen Tempel von den Bauern und Mönchen besucht werden – und nicht von der breiten Masse an Touristen!

Vielleicht haben Sie ja tatsächlich ein wenig Lust bekommen, das ländliche Vietnam zu entdecken? Dann stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite!