Frühling am schönsten Ende der Welt

Ja, es hat definitiv einen Vorteil, wenn man die Hauptsaison mal meidet. Das dachte ich mir an so manchem Tag meiner letzten „Stippvisite“ am anderen Ende der Welt. Ein wenig Unterstützung vom Wettergott Tāwhirimātea und mein 7 Tage Road-Trip durch Neuseeland wurde zum perfekten Erlebnis.

Die Neuseeländer sind unglaublich kreativ wenn es darum geht, neue spannende Produkte für die wachsende (und wiederkehrende) Besucherschar zu erfinden. Dabei beeindruckt mich immer auch die Mischung aus Moderne und Tradition. Gleich mehrere brandneue Lodges wollte ich mir ansehen.

Und dazu noch ein paar „alte Bekannte“ besuchen. Und gern möchte ich Ihnen ein paar der Highlights vorstellen. Zu letzterer Kategorie der alten Bekannten gehört auch Singapore Airlines, die mich wie gewohnt schnell, zuverlässig und mit einem liebreizenden Service nach Auckland flog.

Das Land heilen auf 550 km²

Erster Stopp: Mahu Whenua auf der Südinsel. Zwischen dem bekannten Queenstown und dem ruhigeren Wanaka gelegen. Der Name der Lodge bedeutet so viel wie „Das Land heilen“. Und genau das passiert hier!
Aus 4 riesigen ehemaligen Schaffarmen entstand das größte private Naturschutzprojekt Neuseelands: Wiederaufforstung, Renaturierung und Artenschutz auf einem 550 km² großem Areal.
Die Erfolge sind bemerkenswert, wie ich bei einer Geländewagentour über das Land erleben kann.

Weiter weg als weg -Minaret StationWeiter geht es zu einem meiner Favoriten in Neuseeland: die Alpine Lodge auf der Minaret Station am Rande des Lake Wanaka. Schon allein dadurch einzigartig, da die Anreise nur mit dem Helikopter erfolgen kann.
Und dann ist man mitten in der Einsamkeit. Vier Chalets, ein Haupthaus und ansonsten: Ruhe, Natur, saubere Luft. Der Kopf wird frei, die Gedanken schweifen.

Gemütliches Nichtstun in der Einsamkeit

Die Chalets laden zum gemütlichen Nichtstun ein: Terrasse mit Traumblick und eigenem Hot-Tub, große Betten, Lesesessel. Perfekt auch für Familien, denn im separaten Ankleidezimmer ist genug Platz für die Betten der Kinder. Und die Natur vor der Tür wird zum Abenteuerspielplatz: Ganz oben auf der Liste stehen Wanderungen, ob allein oder mit persönlichem Guide. Ausflüge mit dem Helikopter und Angeltouren stehen ebenfalls hoch im Kurs.

Abgehoben –per Heli zum größten, längsten und unzugänglichsten Fjord

Und beim Gespräch mit dem General Manager David erfahre ich von dem neuesten Helikopter-Coup: Im Dusky Sound, dem größten, längsten und unzugänglichsten Fjord des Nationalparks hat die zur Familie gehörende Alpine Helicopter Group eine Lande-Plattform errichtet und somit die Möglichkeit zu einem wirklich einzigartigen Abenteuer geschaffen. Völlig allein die Schönheit der Wildnis im Fiordland Nationalpark zu erleben, das ist wirklich etwas ganz Besonderes!

Und wenn man eine „Bucket-List“ führt, dann sollte diese Tour unbedingt mit rauf. Impressionen dazu finden Sie in unserem exklusiv bei art of travel buchbaren Package bei The Lindis und Minaret Station.

Ich genieße jetzt erst einmal die in der Vorsaison fast leeren Straßen auf der Fahrt über den Lindis Pass und ins Landesinnere der Südinsel. Die sanften Hügel mit den charakteristischen braunen Tussock Gräsern bilden einen tollen Kontrast zur alpinen Bergwelt im Hintergrund.

Abgehobene Thermik im Ahuriri Tal

Ziel ist die neueste Lodge Neuseelands: The Lindis, die erst wenige Tage vor meinem Besuch öffnete. Ebenso geschwungen, wie die Hügel, passt sich die Lodge perfekt in die Landschaft ein und wäre nicht das beeindruckende Tor – man würde glatt vorbei fahren.
Auch im The Lindis gibt es nur 5 Suiten. Viel dunkles Holz, hohe Decken, Kamine und Glasfronten sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Und vor dieser Glasfront öffnet sich der Blick ins malerische Ahuriri Tal.

Auch hier lerne ich etwas Neues: Denn wer hätte gedacht, dass diese Region aufgrund der besonderen Thermik DER Hotspot für Segelflieger weltweit ist! Einmal wie ein Adler durch die Luft zu gleiten, diesen Traum kann man sich hier erfüllen. An Bord eines Segelfliegers mit höchst qualifiziertem Pilot.

Aber als Gast im The Lindis muss man nicht in die Luft gehen. Zur Lodge gehört unter anderem ein eigener Stall mit 12 Pferden und auf dem Gelände gibt es unterschiedliche Reitwege zu erkunden. Als Sternengucker kommen auf ihre Kosten, denn „Lichtverschmutzung“ ist hier ein Fremdwort. Und durch die Weite des Tals hat man einen unglaublichen Blick auf das himmlische Sternenzelt.

Meine Fahrt geht die nächsten Tage weiter quer durch die Südinsel an die Ostküste. Ein Stopp am Mount Cook und den beiden Alpenseen Lake Pukaki und Lake Tekapo bei strahlendem Sonnenschein (Danke Wettergott Tāwhirimātea!!!) muss sein.

Lilafarbenen Lupinen blühen jetzt überall und sorgen für fröhliche Farbtupfer in der Landschaft. Selbst am Mount Cook Airport halten sich die Besucherströme noch in Grenzen. Von hier aus starte ich mit einem Ski-Flugzeug zum höchsten Berg Neuseelands und wir landen auf den Kufen mitten im Eis des Tasman Gletschers, dem längsten Gletscher Neuseelands. Superlative hat Neuseeland viele zu bieten!

GipfelglückSo auch mein nächstes Ziel: Die Villen-Anlage von Annandale auf der Banks Halbinsel vor den Toren Christchurchs.

„Stay where the world can’t find you“ …

…. Das ist das Motto dieser einzigartigen Lodge. Und auch ich habe die Hoffnung, dass mich niemand mehr findet und ich einfach hier bleiben kann! Die vier Villen verteilen sich auf einem riesigen Farmland mit Meerblick.

Wie aus einer anderen Zeit - der Annadale HomesteadJede Villa ist anders und auf ihre Art spektakulär. Ob man hier in einem Palast aus Glas und Stein an einer privaten Bucht wohnt oder in einem historischen Cottage – man möchte nicht mehr weg. Ich erkunde von hier aus die Halbinsel und das idyllische Küstenstädtchen Akaroa. Gründer des Ortes waren französische Siedler, wovon die vielen französischen Straßennamen künden.

Akaroa ist auch bekannt für die Hector-Delfine. Diese kleinste Delfinart (ca. 1m) sind nur hier zu finden und man kann die kleinen verspielten Gesellen auf Bootstouren beobachten oder auch mit ihnen in der geschützten Hafenbucht schwimmen.

Zu Gast im Herrenhaus

Einen Zwischenstopp darf ich noch in der Otahuna Lodge einlegen. Und darauf freue ich mich besonders. Denn meine Freunde Miles und Hall sind die perfekten Gastgeber! In dem Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert stimmt einfach alles. Und mit Ankunft hat man das Gefühl, durch einen Zeitsprung in das viktorianische Zeitalter gelangt zu sein.

Detailverliebtheit findet sich auch in den Gerichten von Jimmy McIntyre, dem Chefkoch der Lodge. Schon allein für sein Menu lohnt sich der Flug nach Neuseeland!

Abschied von der Südinsel

Ich nehme Abschied von der Südinsel und fliege in den hohen Norden in die Bay of Islands. Größer könnte der landschaftliche Kontrast nicht sein. Von alpiner Bergwelt zu einer Bucht mit mehr als 140 Inselchen und unzähligen Stränden. Und an eben einer solchen Strandbucht finde ich meine nächstes Ziel: The Landing.

Die Anlage heißt nicht umsonst so, denn hier wurde mit der Gründung der ersten europäischen Siedlung Geschichte geschrieben. Vier Residenzen - wieder jede für sich einzigartig – ein eigener Weinberg und sechs Strände gilt es zu erkunden.

Und mich zieht es natürlich aufs Wasser, denn Bootstouren zu den vielen Inseln der Bay of Islands sind ein absolutes Muss. Mein Highlight des Tages ist dann aber die abendliche Wanderung durch den natürlichen neuseeländischen Busch. Denn The Landing ist einer der wenigen Orte, wo man die bekannten Kiwi-Vögel in freier Wildbahn finden kann. Ein „Schniefen“ im Dickicht und ein Rascheln im Unterholz - und dann rennt dieser wahrhaftig seltsame Vogel quer durch das Licht der Taschenlampe!

Ich bin begeistert und darf zum Abschluss eines gelungenen Tages mit dem Sommelier noch eine Verkostung der wunderbaren Weine von The Landing genießen.

Zum Ende noch ein Höhepunkt

Nun naht schon das Ende meiner kurzen Reise. Mit Helena Bay habe ich da den richtigen Ort gewählt. Ich war sehr gespannt, was diese Lodge unterscheidet von den anderen Lodges des Landes und wurde auch hier wieder äußerst positiv überrascht. Blühende Pohutakawa Bäume säumen den Weg, dahinter tiefer neuseeländischer Wald.

Die Lage der Lodge mit ihren nur 5 Suiten direkt an der eigenen Strandbucht ist einmalig und auch das kulinarische Konzept! Denn der aus Süditalien stammende Chef Michele Martino brachte die Michelin-Stern gekrönte Küche des beliebten „Don Alfonso 1890“ mit nach Neuseeland.

Nach einem Tag auf den Beinen und einer Woche Reise in den Knochen ist man in Helena Bay am Ziel der Träume: im 25 m langen Pool bei 28°C Wassertemperatur und in der Spa-Landschaft mit Sauna und Dampfbad kann man so richtig entspannen. Helena Bay liegt südlich der bekannten (und gut besuchten ) Bay of Islands und bietet damit auch den Vorteil einer viel ruhigeren Umgebung.

Stand-Up Paddling in der größten Meereshöhle der WeltUnd: vor der Küste liegt mit den Poor Knights Islands auch eines der weltbesten Tauchgebiete der Welt! Aber die „Armen Ritter“ bergen auch noch ein anderes spektakuläres Geheimnis: Die weltgrößte Meereshöhle, die man am besten auf dem SUP, dem beliebten Stand-Up-Paddle-Board erkundet!

Ich habe hier für Sie mit Helena Bay ein einzigartiges Package geschnürt. So endet eine Reise der Superlative. Und ich freue mich, wenn die ein oder andere Idee aus meinem Gepäck für Sie dabei ist!