Welcome to Miami

Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen, auf Reisen Sonne zu finden, fiel die Wahl für meinen Oktoberaufenthalt bereits im Sommer auf Florida. Wenn nicht im Sunshine State, wo sonst sollte ich meine Portion Vitamin D vor dem Winterbeginn noch abbekommen?
Bei aller Planung hatte ich allerdings immer die Warnung im Hinterkopf, dass dies immer noch Hurrikan-Saison ist. Ein Kann, kein Muss, so meine Devise.

Erst kam Irma – dann der Alltag

Gewitterstimmung über MiamiDoch dann kam Irma! Und blies mit brachialer Gewalt meine positive Grundstimmung davon. Die Meldungen überschlugen sich, ein genaues Bild von der Situation zu bekommen, war schwer.
Die Informationen in den Medien lauteten unterschiedlich, Freunde und Familie bedachten mich mit guten Ratschlägen und ich selbst wurde immer konfuser. Umbuchen? Fahren? Ändern?
In dieser Situation hat sich dann gezeigt, dass verlässliche Partner vor Ort eben doch Gold wert sind. Mit gezielten, ehrlichen Informationen und Fotos nahmen sie mir alle Zweifel.

Und tatsächlich: Bereits zwei Wochen später war schon wieder alles „back to business“. Unsere Partnerhotels wieder geöffnet, der Himmel blau, die Sonne schien und mit fröhlichen 32 Grad konnte man vom perfekten Reisewetter sprechen. Miami begrüßte mich also mit Sonne, genauso, wie es ein soll!
Die nächsten Tage machte ich mich auf, die Stadt neu zu entdecken und unsere Partnerhotels genauer unter die Lupe zu nehmen.

Miami wie im Bilderbuch – South Beach

Strand des The Setai Miami The Setai Miami BeachDie meisten Hotels befinden sich in South Beach, jenem Stadtteil mit gleichnamigem Strand, den die meisten sofort vor Augen haben, wenn man an „Miami“ denkt. Von hier ist es nicht weit zum Ocean Drive und zum „Sehen und gesehen werden“ Miamis und tatsächlich fahren dort abends nach wie vor marshmallow-farbige Luxuskarossen in extremer Schildkrötengeschwindigkeit entlang, um von den Gästen in den diversen Bars und Restaurants bewundert zu werden.

South Beach hat eine lebendige Atmosphäre und die Strände waren meistens gut frequentiert. Und trotzdem stellten sich unsere Partnerhotels als wahre Insel-Refugien im bunten Treiben heraus.

Klein, fein und exklusiv – The Setai Boutique-Hotel

Bodentiefe Fenster sorgen im The Setai für einen TraumblickSchreitet man zum Beispiel durch die Tür des The Setai Hotels und betritt die in dunklem Holz gehaltene Lobby, schüttelt man die städtische Atmosphäre sofort ab, die einen noch vor der Tür wie eine Decke umhüllt hatte. Ruhe und Gelassenheit stellten sich in diesem Boutique-Hotel entspannt an meine Seite und erkundeten mit mir zusammen das Hotel.

Stilvoll eingerichtet in warmen Farben ohne unnötigen Schnickschnack, dafür aber (in den von mir favorisierten) Ocean-Suiten mit bodentiefen Fenstern samt erstklassiger Ausblicke.
Und außerdem noch plus zahlreicher Zusatzleistungen wie kostenfreie Flughafentransfers und Parken, Frühstück, Gepäckservice, eine Spa-Behandlung oder auch eine unlimitierte Auswahl an Softdrinks.

Besonders gut gefiel mir am The Setai, dass man als Gast direkt vom Hotel zum hoteleigenen Beachclub am langen Strand von South Beach gelangt. Very Miami!
Wer es ruhiger möchte, bleibt an einem der drei Hotelpools – einer perfekten Oase im Trubel.

Eine neue Alternative zu South Beach

Ein Platz an der Sonne im St. Regis Bal HarbourEine willkommen positive Überraschung auf meiner Weiterreise war North Beach, mit 20–25 Minuten Fahrzeit ab South Beach zwar kein Spaziergang, aber dafür umso lohnender für Kenner. Wahrscheinlich ist North Beach gerade wegen dieser Lage nicht unbedingt die erste Wahl für Gäste, die nach Miami reisen und genau jenen möchte ich an dieser Stelle zurufen „Halt!“

Kulinarischer Willkommensgruß extra für mich!Unser Partnerhotel, das St. Regis Bal Harbour, liegt nämlich ebenfalls an einem wunderschönen Sandstrand. Und die Architektur des Hauses ist geschickt so geplant, dass wirklich alle (mindestens 60 m² großen!) Zimmer Meerblick haben. Auch die Lobby ist spektakulär: große Lüster, Gold und Spiegel.
Da flüsterte ich doch ein leises „Wow“ – die Bilder, die ich bis dato gesehen hatte, werden dem Haus nicht gerecht!
Blick von meinem BalkonDazu zwei Pools und der Beachclub direkt am Strand, ein Kinderclub sowie ein erstklassiger, absolut hochwertiger Spa, zwei Restaurants und eine Champagner-Bar, in der Sie täglich miterleben können, wie man gekonnt eine Flasche mit dem Säbel öffnet.

Mein Eindruck: Bal-Harbour ist deutlich ruhiger als South Beach und auch der Strand ist weniger frequentiert. Obwohl gleich gegenüber des Hotels ein Shoppingzentrum liegt, in dem zahlreiche hochwertige Labels und auch zwei ausgezeichnete Restaurants ihr Zuhause gefunden haben.

Kulinarischer Streifzug durch Little Havanna

Willkommen in ''Little Havanna'' Eiskalt - MojitoImmer auf der Suche nach neuen Erlebnissen hatte ich mich auf dieser Reise auch für eine Foodtour durch Little Havanna entschieden. Essen ist grundsätzlich immer gut, und das dann in Kombination mit einem Viertel, das zunächst nicht unbedingt auf meiner „to-do“-Liste gestanden hatte – ideale Voraussetzungen für Neuentdeckungen!

Eiscreme zum Träumen bei "Azucar"Tatsächlich war diese Foodtour eine unterhaltsame Kombination aus Geschichtsfakten, aktuellen Themen und Erklärungen zu all den verschiedenen Gerichten, die ich probieren durfte: von Empanadas über einen hervorragenden Mojito bis zur Eiscreme bei Azucar, von der ich heute noch träume und die über 20 Sorten umfasst!

Open-Air Kunst fernab steifer Museen

Ein Streifzug durch den Wynwood Art District war ebenfalls eine neue Erfahrung für mich. Bunte Wände mit hervorragend gesprayter Graffiti, Galerien, Läden mit einzigartigen Kunstobjekten und dazwischen Bars und Restaurants – in Wynwood entstand erst vor Kurzem ein junges und pulsierendes Kunstviertel mit der größten Ansammlung von Street Art in ganz Amerika!
50 Blocks umfasst das Areal, über 400 Geschäfte und 200 Wandbilder. Eine Open-Air Kunstausstellung fernab von steifen Museen, Kunst zum Anfassen und am liebsten hätte sogar ich gleich selber losgemalt, talentfrei wie ich bin.

Tipp: Jeden zweiten Samstag im Monat findet ab 18:00 Uhr der „Art Walk“ statt, ein Stadtviertelfest besonderer Art.

Die zahlreichen Galerien und Ateliers öffnen dann bis spät nachts ihre Türen für Jedermann, einige von Miamis besten Restaurants zaubern kulinarische Kunst und in den Bars genießt man selbstgebrautes Craftbeer.

Mein Fazit: Miami ist eine Reise wert. Ein bunter Entertainmentcocktail macht hier wirklich alle Altersgruppen glücklich. Nicht nur als Teil einer Rundreise, nein, Miami hat absolut seine Berechtigung als Städteziel!