Reisebericht Madagaskar 2018

Als mein Mann und ich das erste Mal von Miavana hörten, war unser Interesse sofort geweckt! Luxus in einem Land, das wir bis dato in keinster Form mit Luxus verbanden – Madagaskar.

Wir waren neugierig: Was bringt einen Geschäftsmann wie Jean Christoph Peyre und seine Freunde dazu, Millionen und aber Millionen in ein Luxusprojekt am Ende der Welt zu investieren? Um unsere Neugierde zu befriedigen, ging es also noch im Dezember 2017 für uns ins Miavana nach Madagaskar.

Damit gehört art of travel zu den ersten Agenturen der deutschen Tourismus Industrie, die sich gefühlt „ans Ende der Welt“ aufmachen, um die Insel und Miavana zu erkunden. 2017 war es dann so weit – die ersten Gäste wurden empfangen.

Die Anreise gestaltet sich aufwendig, wenn man ans Ende der Welt möchte. Wir flogen von Johannesburg 3,5 Stunden mit South African Airlink in einer Embraer 135 für maximal 37 Personen nach Nosy Be, einer Insel vor der Nordwestküste Madagaskars.

Erfreulicherweise gestaltete sich die Einreise dort als sympathisch wuselig, das notwendige Visum wurde problemlos erteilt und auch die herzliche Begrüßung durch Mrs Rimat, der Repräsentantin von Miavana in Nosy Be, zeigte uns sofort: Unsere Entscheidung war goldrichtig.

In einem von zwei nagelneuen „Miavana“ Helikoptern (in ganz Madagaskar gibt es nur noch einen weiteren Helikopter in Antananarivo) setzten wir dann das letzte Stückchen innerhalb einer Stunde traumhaften Panoramafluges nach Nosy Ankoa fort.
Dass man sich Gedanken über die Ruhe im Paradies gemacht hat, zeigt sich schon daran, dass der Helikopter in einem großen Bogen über die Rückseite der Insel anfliegt, um die Gäste nicht zu stören.

Zweifelsohne - was uns als erster Eindruck erwartet, ist beeindruckend!

Bei der „Hardware“ des Miavana wurde wahrlich an nichts gespart. Die beiden Architekten Silvio Rech und Lesley Carstens, die ihre Kreativität schon beim Bau von North Island auf den Seychellen einträglich unter Beweis stellen konnten, hatten mit dem Projekt auf der kleinen Insel Nosy Ankao nordöstlich der Hauptinsel Madagaskar ein weißes Blatt Papier vorliegen.

Vier Jahre dauerten die Planungs- und Bauarbeiten, 500 lokale Arbeiter waren im Einsatz, um den Traum von Jean Christoph Peyre umzusetzen. 14 Villen (mit 1, 2 und 3 Schlafzimmern) liegen wie Perlen aufgereiht an der Westküste von Nosy Ankao.

Beim Betreten unserer Villa wussten wir gar nicht, wohin zuerst… Die riesige Couchlandschaft im Wohnbereich oder doch lieber im angrenzenden eigenen „Study“ testen? Oder doch gleich ins türkisblaue Meer oder in den eigenen Pool springen?

Nach der langen Anreise siegte die Vernunft und wir entschieden uns, erst einmal die Dusche zu testen. Aber welche? Die Outdoor-Dusche oder die im Badezimmer?
Wobei die Dusche im Badezimmer auch irgendwie offen ist … gemauert wie ein großer Kamin, der nach oben enger wird, ist die „Innendusche“ oben offen und gibt den Blick in den Himmel frei.

Neben den Villen schlagen in Miavana „zwei“ Herzen, das „Village“ und das „Activity Center“

Das eine Herzstück des Miavana ist das Village mit großem Gemeinschaftspool, Bar, Weinkeller, Mini-Museum, verschiedenen Bereichen zum Essen und zum Ausruhen, alle mit Blick auf die Palmen und das Meer.

Was uns allerdings auffiel: In den Abläufen und beim Personal ist spürbar, dass – wie bei jeder Neueröffnung – manche Details noch nicht reibungslos funktionieren. Aber angesichts der großen Herzlichkeit und des unermüdlichen Engagements der Mitarbeiter, die versuchen, dem Gast das Paradies auf Erden zu ermöglichen, sind wir sicher, dass dies bald der Vergangenheit angehören wird!
Das „zweite Herz“ dieser Luxusinsel für Abenteurer und Entdecker ist das Activity Center. Hier stehen die vier nagelneuen Powerboote, die Gäste zwei Stunden am Tag nach Lust und Laune zum Fischen, Tauchen, Schnorcheln oder für eine Sundowner-Cruise nutzen können.

Zu Lande führt Headguide Simon auf den „Forest Trails“ durch die ursprüngliche Natur der Insel, auf der neue Einwohner angesiedelt wurden – Lemuren.
Absolut einzigartig: Wie ursprünglich dieses Gebiet ist, zeigt die Tatsache, dass Activity Center-Leiter Chris Barefoot (sein Nachname „Barfuß“ ist Gesetz auf der Insel) und seine Jungs seit erst 6 Monaten beginnen, die Tauch- und Schnorchelgründe um die Insel zu kartografieren. Gebiete, in denen tatsächlich noch niemand getaucht ist und in denen Korallen noch keinen Namen haben…

Zum Schluss möchte ich Ihnen noch kurz von zwei meiner „first time experiences“ berichten. Zum ersten Mal war ich mit dem Quad unterwegs, ein wirklich schöner Ausflug, um die Insel und deren Bewohner kennenzulernen.

Richtig emotional wurde es, als ich erstmals eine riesige Meeresschildkröte an Land bei der Eiablage beobachten durfte und sah, wie sie anschließend mühevoll und unter großer Anstrengung ihren Weg zurück ins Meer gefunden hat.

Unser Fazit: Madagaskars erstes 5 Sterne Eco-Luxusresort ist ein Traum für echte Naturliebhaber und Abenteurer.

Ihre Sabine & Norbert Pokorny