Klöster, Glück & Chili-Cheese

Das kleine Königreich Bhutan im Himalaya ist noch wenig bekannt. Doch es ist etwas ganz Besonderes! Das zeigt schon die Geschichte vom König, die man sich dort erzählt: Angeblich reiste er bei seiner Amtseinführung durch das ganze Land, in jedes Dorf und das größtenteils zu Fuß, um alle Einwohner persönlich kennen zu lernen...
Und: Bhutan liegt hoch. Sehr hoch! Mit durchschnittlich 2.000 Metern über dem Meer gehört es zu den höchstgelegenen Ländern der Welt. So sind es auch Berge und Klöster, die die Eindrücke meiner Reise prägten.
Aber in Bhutan sind es nicht einfach „nur Berge“, sondern Sitze der Götter! Und man glaubt es sofort, erfüllen die atemberaubenden Ausblicke auf die Gipfel des Himalayas doch mit enormer Ehrfurcht. Und auch die Weisheiten des hier praktizierten Mahayana-Buddhismus, der Ignoranz und Unwissenheit als das Grundübel identifiziert hat, stimmen nachdenklich.
Wie fröhlich und kontrastreich hingegen die bunte Heiligenwelt der Tempel und Klöster, die mich unglaublich begeistert hat.

Was sich sicher auch noch nicht rumgesprochen hat: Bhutan ist ein Paradies für Outdoor-Aktivitäten! Ob Wanderungen, Touren mit dem Montainbike oder Rafting – wer es sportlich mag, kommt im Land über den Wolken auf seine Kosten. Und auch Yoga-Fans treffen in vielen Lodges in Bhutan auf attraktive Möglichkeiten.
Gerade die kleinen aber feinen Lodges umsorgen ihre Gäste nicht nur ganz wunderbar, sondern tragen ihren Teil zu jenem exklusiven Erlebnis bei, das eine Reise nach Bhutan noch immer bedeutet.

Wanderung im Phobjikha Valley

Begegnungen mit ganz besonderen Menschen

Und nicht zu vergessen: die Menschen! Die Bhutaner sind ein lustiges Volk und ihr Lachen, die Späße und die gute Laune sind höchst ansteckend. Ebenso wie ihre Liebe zur Musik, oft ein Lied auf den Lippen und dazu die Eigenschaft, von Herzen gerne Gastgeber zu sein.
Nur eine Woche war ich in Butan unterwegs und habe trotzdem schnell gemerkt: Dieses kleine Land hat alle Zutaten für eine ganz besondere Reise.

Manche mögen's scharf

Allerdings: Für kulinarische Feuerwerke reist man nicht nach Bhutan. Die wichtigsten Grundnahrungsmittel sind Reis – und Chilis. Chili gilt hier nicht als Gewürz, sondern als Gemüse. Und entfacht so doch irgendwie stets ein "Feuerwerk" der scharfen Art.

In Bhutan mag man''s scharf - Hauptzutat für das Nationalgericht ist Chili
So ist auch das Nationalgericht– Sie ahnen es – etwas mit Chili. „Ema Dathsi“, Chili-Cheese, ist ein Eintopf mit den Hauptbestandteilen Käse und Chili ist dann tatsächlich auch immer höchst pikant!
Kein Wunder, heißt es doch, dass die bhutanische Küche die thailändische und indische noch an Schärfe übertrifft… In den Hotels wird allerdings auf den europäischen Magen Rücksicht genommen!

Meine besonderen Bhutan-Momente

Davon gab es viele auf dieser Reise. Wenn ich mich entscheiden müsste, einige wenige hervorzuheben, dann wahrscheinlich diese:

Der Blick vom Dochula Pass (3.100 m) auf die 7000 m hohen Gipfel des Himalaya

Die Ankunft in der Gangtey Goenpa Lodge: Nach einer langen, kurvigen Fahrt, auf nicht immer ausgebauten Straßen, begrüßt uns das Personal mit einem Lied, was uns alle tief anrührt.

Zu einem Begrüßungs-Getränk werden wir an den Kamin gebeten, und während ich in den Genuss einer kurzen, kräftigen Nackenmassage kam, zog hinter den Panoramafenstern der Lounge die Dämmerung ins Phobjikha Tal.
Ich bin sicher, die Gangtey Lodge ist ein „perfect place“!

Während des anstrengenden Aufstiegs zum Tigers Nest ertönte plötzlich Musik: Unser Guide Karma spielte Flöte, eine wunderschöne Melodie, die wie beflügelnd wirkte für den weiteren Weg.
Beim nächsten Lied wurde er vom Gesang unserer Fahrer begleitet und auch der Guide einer anderen Gruppe gesellte sich dazu, um mitzusingen.

Diese besonderen Erkenntnisse nehme ich mit nach Hause

Eigentlich gelten Frühjahr und Herbst als beste Reisezeit für Bhutan, wenn die Natur grünt und blüht. Aber auch der Januar hat seinen Reiz: Während der gesamten Reise hatten wir Sonnenschein, strahlend blauen Himmel und klare Sicht. Noch dazu sind zu dieser Jahreszeit nur wenige Besucher unterwegs, was dieses ohnehin schon exklusive Reiseziel noch exklusiver erscheinen lässt.

Meine Lieblingsplätze in Bhutan

Die Terrasse des Uma by COMO Punakha: der Blick ins Punakha Valley ist unglaublich, vor allem, wenn sich am früh Morgen der Nebel im gleißenden Licht der aufgehenden Sonne lichtet.

Wie ein Adlerhorst klammert das Kloster ''Tigers Nest'' an den FelsenDer Aussichtspunkt gegenüber des Tigers Nest: Die Lage des Klosters am steilen Hang ist unglaublich beeindruckend. Mindestens so beeindruckend wie die Erkenntnis, den Aufstieg bis hierher geschafft zu haben!

Von den vielen anderen wunderbaren Plätzen und eindrücklichen Erlebnissen berichte ich Ihnen gerne persönlich!