Oasen - Quellen des Lebens

Einer alten Legende zufolge blieben Allah, nach dem er den Menschen erschaffen hatte, noch zwei Tonklumpen übrig. Kurzerhand formte er daraus Kamel und Dattelpalme. Noch heute sind diese zwei Schöpfungen wichtige Bestandteile einer jeden Oase. Oase – ein Begriff, der unweigerlich Assoziationen weckt. Man träumt von grünen Palmen und fruchtbaren Gärtchen, die unter dem tiefblauen Wüstenhimmel gedeihen, an dem kein Wölkchen zu sehen ist. Man denkt an sattes Grün, das im traumhaft schönen Kontrast zu den Braun- und Ockertönen der Wüste steht. Umso erstaunlicher, wenn man voller Begeisterung vor Ort feststellt, dass diese Klischees in vielen Details der Wahrheit entsprechen. Ein filigranes Netz an Bewässerungskanälen sorgt für ein kaum vorstellbares Wachstum inmitten von Stein und Sand. Dunkelgrüne Dattelpalmenplantagen grenzen an Feigensträucher und Granatäpfel, leuchtend gelbe Zitronenbäume umranken malerische Aprikosengärtchen und die aromatischen Pfefferminzpflänzchen werden noch in der Oase zum Nationalgetränk verarbeitet. So ist eine Tasse süßer Minztee genau das Richtige, um am Abend entspannt den Tag ausklingen zu lassen.