Nationalparks in Neuseeland

Eigentlich ist ganz Neuseeland ein einziger, riesengroßer Nationalpark voller Naturwunder. Dennoch gibt es Regionen, die noch ein Stück weit besonderer sind, die sich durch einzigartige Landschaften, Flora und Fauna hervortun. Insgesamt gibt es 14 ausgewiesene Nationalparks in Neuseeland, sie nehmen fast 30.000 km² und somit zehn Prozent der Gesamtfläche ein. Zusätzlich gibt es noch Marine Schutzgebiete im Meer, sodass Neuseeland insgesamt zu 35 Prozent aus Naturschutzgebieten besteht.
Die wichtigsten stellen wir Ihnen hier kurz vor:

Urzeitstimmung im Fjordlands Nationalpark ©Jking TurnerFiordlands National Park
Der Fiordlands National Park ist mit 1.252.000 ha der größte Neuseelands und nimmt die gesamte südwestliche Küste ein. Auf eine Fläche von 10.000 km² wohnen dort nur sieben Menschen!
Wie der Name bereits verrät, zeichnet sich dieser Nationalpark an der Küste durch 14 spektakuläre Fjorde aus, in denen Delfine, Pinguine, Robben und Wale leben. Dazu kommen atemberaubende Wasserfälle, schneebedeckte Gipfel, uralte Regenwälder und im Osten eine Kette riesiger, gewaltig tiefer Seen.
In diesem Nationalpark wurde auch der für ausgestorben gehaltene Takahe-Laufvogel wiederentdeckt, der sich das Revier mit Kakapos, Kiwis und Pukekos teilt.

Abel Tasman National Park
Abel Tasman National Park - Paradies für Wassersportler ©NelsonNZ
Der kleinste Nationalpark Neuseelands (225 km²) im Norden der Südinsel gilt als El Dorado für Wassersportler, das sich nicht nur zu Fuß sondern auch zu Wasser mit einem Katamaran einem Kajak erkunden lässt. Und: Nach schweißtreibenden Wander- oder Kajaktouren kann man im Abel Tasman National Park an den vielen Buchten und Stränden in der Sonne liegen, schwimmen oder ganz entspannt schnorcheln.

Arthur’s Pass National Park
Den höchstgelegenen Pass der neuseeländischen Alpen kannten die Maori schon lange, bevor die ersten Weißen kamen. Der gleichnamige Ort ist mit fast 900 Metern über dem Meer der höchstgelegene Neuseelands. Der Westen den Parks ist Dank der hohen Niederschlagsmengen und höheren Temperaturen von dichten Regenwäldern überzogen. Dort fühlen sich vor allem Vögel wohl und wer Ausschau hält, kann dort auch Keas sehen.
Die östliche Seite des Arthur's Pass-Nationalparks zeichnet sich durch breite, kiesige Flussbetten und ausgedehnte Buchenwälder aus.

Wasserspuckenden Blowholes in den Punakaiki Pancake RocksPaparoa National Park
Dieser Nationalpark ist für seine Pfannkuchenfelsen, die Pancake Rocks, an der Küste. Wer die schichtförmigen Felsformationen in all ihrer Pracht sehen möchte, sollte während der Flut und am besten noch bei Westwind kommen. Dann donnern die Brecher an die „Pfannkuchen“ und tosen durch die Höhlen und unterirdischen Gänge. Durch so genannte „blowholes“ sprüht dann die Gischt wie ein Geysir senkrecht in den Himmel.
Der Paparoa National Park erstreckt sich auf über 300 km² von den Gipfeln der Paparoa Range bis nach Westen zum Meer, große Teile des Gebiets sind von subtropischen Regenwäldern bewachsen, im Hinterland hat der Pororari River eine mächtige Schlucht in den kalksandstein gegraben und bietet perfekte Bedingungen für Kajaktouren.

Tongariro National Park
Faszinierende Vulkanlandschaften & Seen
Dieser Nationalpark südlich des Lake Taupo gehört sowohl zum Weltkultur- als auch zum Weltnaturerbe der UNESCO und ist der älteste Nationalpark Neuseelands. Neben dem namensgebenden Vulkan Mount Tongariro, der 2012 ausbrach, gibt es noch zwei weitere aktive Vulkane in diesem Nationalpark. Der Ruapehu stellte im Film „Der Herr der Ringe“ Mordor und die Emyn Muil dar. Ein beliebter Great Walk ist der 48 km lange „Tongariro Northern Circuit“, der entlang der Hänge aller drei Berge führt, ebenso die Tageswanderung und Gipfelüberschreitung „Tongariro Alpine Crossing“.