MONA - Kunst am Ende des Planeten

Tasmanien, die „abgelegene Insel vor der Küste eines abgelegenen Kontinents“ wie die Bewohner zufrieden von ihrer Insel sprechen, rühmt sich nicht nur mit der saubersten Luft auf dem Globus, sondern seit Anfang des Jahres auch mit der neuesten und aufregendsten „Kunstdestination“ seit dem Opernhaus von Sydney: MONA, kurz für Museum of Old and New Art. Weise präsentieren und inspirieren. Und somit ist Tasmanien nun nicht mehr nur ein Ziel für Naturfreunde und Gourmets, sondern auch für den anspruchsvollen Kunstliebhaber.

Ein Un-Museum und subversives Disneyland
Das MONA ist das größte Privatmuseum Australiens Münzen und befindet sich vor den Toren von Hobart, der beschaulichen Hauptstadt Tasmaniens auf dem Moorilla Wine Estate, einem der beliebtesten Weingüter der Insel. Ein Besuch verspricht somit neben Kunst auch Genuss! Der exzentrische Multimillionär und Kunstmäzen David Walsh hat sich mit dem „Un-Museum“, wie er es selbst nennt, auf 6.000 Quadratmetern über drei Etagen ein subversives „Disneyland“ für Erwachsene geschaffen. Der futuristische Bau mit roten Metallmauern wirkt bedrohlich und das ist Absicht. Ebenso wie der Name MONA, in Anlehnung an das MoMA in New York. Denn Walsh provoziert gern. Er glaubt an die Macht der Sexualität, die Kreativität formt. Mit seinem Museum möchte er Kunst auf eine nicht didaktische Art und Weise präsentieren und inspirieren. Und das gelingt!

Eine Halle für die Snake
Unter den Kunstwerken aus seiner Privatsammlung ist alles zu finden: von ägyptischen Grabobjekten über antike Münzen bis hin zu zeitgenössischer Kunst. Eines dieser modernen Werke ist die „Snake“ von dem Australier Sidney Nolan (1917 - 1992): eine 45-Meter lange und 9-Meter hohe Wand mit 1.620 einzelnen Paneelen, die ein illuminiertes Gesamtwerk formen. Bisher konnte dieses Kunstwerk aufgrund seiner Ausmaße noch nie in Australien ausgestellt werden. Bis Walsh kam und sein Privatmuseum MONA um die „Snake“ herum konstruierte.