Lobsterfischen an der US-Ostküste

The World’s finest Lobster comes from Maine.” Ob das die Mainers nur behaupten, oder ob das wirklich stimmt, habe ich erst kürzlich selbst in Erfahrung gebracht. Auch, wenn ich als leidenschaftlicher Wassersportler an Bord der wellengebeutelten Lucky Catch eine ganz gute Figur mache:

Kleine Kutter für den großen Fang Lobster-Fischer David KaiserIch oute mich gleich als Nicht-Lobster- Kenner und frage unseren Kapitän, warum das arme Tier, das er da gerade aus der Reuse holt, nur eine Schere hat. „Das ist ein Cull, die haben nur eine“, bekomme ich gesteckt. Mit einem freundlichen Augenzwinkern und dem Hinweis, dass man selbst hier in Maine bis ins 19. Jahrhundert eher „ignorant“ an die edlen Meerestiere heranging und das zarte Hummerfleisch in Dosen für den Export presste.

Die Lobster aus Maine sollen die besten seinAls Passagier des privat gecharterten Schiffs von „Lucky Catch Cruises“ probiere ich mich gemeinsam mit vier weiteren Touristikern als Lobster-Fischer und erweitere dabei mein Gourmetwissen. Als Tom weitere Tiere aus den Tiefen der Casco Bay fischt, sehen sie für mich alle aus wie – ja Hummer eben. Dass wir hier allerdings nicht in die glasigen Glotzaugen eines Simulanten, etwa einer banalen Dornen- oder Fels-Languste, eines karibischen Einwanderers oder eines Bärenkrebses blicken, sondern in das fühlerzuckende Antlitz eines echten „Homarus americanus“, erfahren viele erstmalig im Leben.Was sonst noch in den Körben sitzt, Seesterne und Schnecken zum Beispiel, darf nach einer kurzen Besichtigung unsererseits zurück insWasser.

Die echten Maine Lobster aber könnten wir theoretisch zum ab-Schiff-Preis kaufen, mangels Kochmöglichkeit im Hotel aber tuckern wir nachmittags gemütlich zum Pier der Portland Lobster Company, wo ein Lobster-Mahl auf uns wartet. Und es könnte stimmen: eWorld’s finest Lobster comes from Maine!