Ehrengast der Dorfgemeinschaft

Auch ein Besuch in einem kleinen Dorf hat auf Fidschi nichts mit aufgesetztem Marketing zu tun! Die Willkommenszeremonie ist Brauch, egal ob Touristen oder ein Häuptling begrüßt wird. Zuerst erwartet Sie das obligatorische Kava-Trinken im Haupthaus, auf dem Boden sitzend.
Der „Chief“ des Dorfes stellt seine Gemeinschaft vor, heißt die Gäste ausdrücklich willkommen und freut sich natürlich über ein Gastgeschenk. Im idealsten und wenig überraschenden Fall… Kavapulver.

Kava trinken mit der Dorfgemeinschaft (Foto: McLennan)Dann sind eine Portion Humor beziehungsweise Taktgefühl nötig, denn oft und gerne reihen die Fidschianer ihre Gäste in ihren liebsten Gesellschaftstanz, die Polonaise, ein.
Der offizielle Teil wäre hiermit geschafft! Eine Dorfführung ist dann der wirklich intensive Teil. Erwarten Sie auf Fidschi keine annähernd auf Europäer eingerichteten Häuser. Wer ein unbekanntes, kleines Dorf mitten im Nirgendwo besucht, lernt den Alltag so kennen, wie er ist. Alles steht offen, alles basiert auf Vertrauen.

Ein Alltag ohne fließendes Wasser, dafür mit Herzlichkeit. Reicht man Ihnen dann vielleicht ein grünes, heißes Päckchen aus dem Lovo, dem Erdofen, dürfen Sie sich auf eine echte fidschianische Spezialität freuen. In ein Blatt eingehüllt serviert man gerne Fisch oder Geflügel mit Gemüse, das, wieder auf dem Boden sitzend, in großer Runde verspeist wird.

Sollte man Ihnen zum Schluss noch handgefertigte Tongefäße oder eine fein ziselierte Schnitzerei zum Kauf anbieten, platzt keinesfalls die Blase aus Authentizität. Denn das, was Sie hier bekommen ist nicht „Made in China“. Es ist ein Alltagsgegenstand der Fidschianer!