Kava trinken mit der Dorfgemeinschaft (Foto: McLennan)

Kava - berauschendes Nationalgetränk

Man muss nur aufmerksam sein und sich auf diese Südseeinseln einlassen, dann begegnet man einer lebendigen Kultur, die uralte Riten in die moderne Welt hinübergerettet und sogar neu etabliert hat. Am besten und entspanntesten geht das natürlich auf einer von A bis Z perfekt durchorganisierten Rundreise nach Fidschi.

Bewirtung für die Queen
Zu fast jeder Tageszeit bietet sich in Dorfstraßen, in den offenen Wohnküchen oder sogar in einer Bankfiliale und im Lebensmittelgeschäft ein bald vertrautes Bild: Männer oder Frauen, in den Städten auch beide gemeinsam, sitzen auf dem Boden um eine Holzschüssel, die „Tanoa“. Darin eine trübe Flüssigkeit, die selbst bei gutwilligen Europäern ein Zögern hervorruft. Doch auf ein freundliches „E dua na bilo?“ („Möchten Sie probieren?“) sollten Sie auf jeden Fall nicken und sich eine halbe Kokosnussschale mit dem Trunk reichen lassen. Nicht, ohne vorher einmal, und nach dem Leeren ohne Absetzen dreimal, in die Hände geklatscht zu haben. Denn eine Einladung zum „Kava“ oder auf Fidschianisch „Yaqona“, ist eine große Ehre, die einst nur Stammesoberen oder Staatsoberhäuptern gebührte. Prinz Charles, die Queen und Papst Johannes Paul II. inklusive.

Mutantrinken
Ambrosia darf man nicht erwarten, doch schnell gewöhnen sich die anfangs pelzige Zunge und der skeptische Gaumen an den leicht berauschenden, scharf-herben Aufguss aus Wurzel- und Stammstückchen eines Pfefferstrauchs. Was noch bis ins 19. Jahrhundert hinein ein bisschen Mutantrinken vor Kämpfen war, driftet heute leider nicht selten in einen kollektiven Kava-Rausch ab. Stammtisch auf Fidschianisch…