Die schwebende Kuppel der Hagia Sophia

Die Hagia Sophia gilt als Wahrzeichen Istanbuls. Rot schimmernd beeindruckt sie bereits von außen durch ihre majestätischen Ausmaße. Aber erst ein Besuch offenbart ihre wahre räumliche und architektonische Größe. Sie wurde als religiöser Mittelpunkt des Byzantinischen Reiches im 6. Jahrhundert n. Chr. erbaut. Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen wurden Zeugnisse der christlichen Religion entfernt und das Ehrfurcht einflößende Monument forthin als Moschee genutzt. Seit 1934 dient es als Museum und bewahrt so die historischen Relikte beider Religionen. Heute wie damals überwältigt die Hagia Sophia den Betrachter mit einem gewaltigen Kuppelbau, der frei zu schweben scheint. Nur von vier Pfeilern getragen, erreicht er eine Spannweite von rund 32 Meter. Noch heute rätseln Statiker und Architekten, wie mit den Baumitteln der Spätantike ein solch immenses Bauwerk geschaffen werden konnte. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Hagia Sophia in der Spätantike als Weltwunder gefeiert und von der UNESCO heute als Weltkulturerbe geschützt wird.