Fiji Water - Marketing-Masche oder Schönheits-Elixier?

Die Flasche ist kompakt, erstaunlicher Weise aus wenig glamourösem Kunststoff und darin schwappt… stilles Mineralwasser.
Trotzdem sind Politiker und Prominente bereit, dafür viel Geld auszugeben. Denn wenn sie den Deckel von der Flasche schrauben sind sie der erste Mensch, der dieses Wasser aus dem Yaqara Valley mit der Umgebung des 21 Jahrhunderts in Kontakt bringt. Ein spezielles Abfüllsystem stellt sicher, dass „Fiji Water“ direkt aus den Untiefen des Urwaldbodens in die Flaschen sprudelt und dort ohne Berührung mit der Außenwelt in jenem Urzustand ankommt, in dem es seit Jahrhunderten im mineralischen Vulkangestein geruht hat.

Ein Schluck Fidschi bitteschön
Das Edelwasser von der Insel Viti Levu spaltet in zwei Lager. Auf der einen Seite stehen Trendsetter, die auf Geschmack, Gesundheitsbonus und vielleicht auch das glamouröse Image des Fidschi-Wassers schwören.
Auf der anderen Seite stehen Skeptiker und Umweltschützer, die Lynda Resnick, der die Firma seit 2004 gemeinsam mit ihrem Mann gehört, Augenwischerei und Plastikmüll-Orgien samt Ausbeutung der Natur vorwerfen. Die Endsechzigerin ist tatsächlich eine Koryphäe, wenn es um erfolgreiche Marketingstrategien geht. Verkauft die nahezu faltenfreie Mittsechzigerin doch Granatapfelsaft als In-Getränk „POM Wonderful“ oder eben Quellwasser als „Fiji Water“. Ihre Fähigkeit, in Verbrauchern ungeahnte Bedürfnisse hervorzurufen, ist sicher Teil ihres Erfolgs. Und auch Teil des Geheimnisses „Fiji Water“. Doch ganz gleich, ob man es aus Geschmacks-, Gesundheits- oder Imagegründen trinkt – das Quellwasser ist ein Stückchen Fidschi, das Schluck für Schluck ein bisschen den wehmütigen Durst nach der zauberhaften Südsee stillt.