UNESCO-Welterbe Al Ain

Die UNESCO hat Al Ain zur Welterbestätte ernannt. Die Besonderheit von Al Ain liegt darin, dass es als erste UNESCO-Welterbestätte der Vereinigten Arabischen Emirate gleichzeitig für den Schutz seines Weltnatur- sowie Weltkulturerbes ausgezeichnet wurde.

Palast von AL AinDazu gehören Al Ains kulturelle Sehenswürdigkeiten und deren geologische und archäologische Signifikanz, seine Oasen und das besondere traditionelle „Falaj“ Bewässerungssystem. Verantwortlich für die Registrierung zeigen sich das „National Council for Tourism and Antiquities (NCTA)” und die “Abu Dhabi Authority for Culture and Heritage (ADACH)”.
Alleine der Kamel- und Viehmarkt - der einzige sener Art in den VAE - ist einen Besuch wert. Eine Zeitreise in längst vergangene Epochen!

Al Ain in den rotbraunen Ausläufern des mächtigen Hajar-Gebirges ist heute so etwas wie die Kulturhauptstadt der Emirate, ist Universitätsstadt, verfügt über mehrere Museen - und ist von der UNESCO 2011 auf die Liste des besonders schützens- und erhaltenswerten Welterbes der Menschheit gesetzt worden.
Wie es sich zwischen den ursprünglich aus Lehm erbauten Palästen von Al Ain heute anfühlt?
Auf den palmengesäumten Sandwegen im Oasengarten? Wie an der Quelle.
Dattelpflücker Beduinen-Snack: Datteln & TeeWer hier spaziert, kann in die emiratische Seele schauen. Erkennt, wie kostbar das Wasser einst war, das heute in jedem Hotelzimmer wie selbstverständlich aus den Hähnen kommt. Spürt, welchen enormen Sprung die Region binnen nur zwei Generationen gemacht aus. Aus der Wüste und den Bergen an die Weltspitze, was Wohlstand, was Architektur, was Innovation angeht. Wer sich hier umschaut, der spürt auch, woher diese Gastfreundschaft kommt. Menschen, die aus der Wüste stammen, bringen sie jedem Fremden entgegen. Sie teilen mit ihm - unabhängig davon, wer er ist, wie viel er hat. Egal, wie viel sie selber gerade haben.

Absolut einmalig in Al Ain ist das Falaj Bewässerungssystem, das das Grundwasser nicht nur transportiert, sondern über ein ausgeklügeltes System aus Schleusen und Klappen auch die Palmenplantagen und Felder der Region bewässert – und dies seit Jahrhunderten.
Doch nicht nur wegen der Falaj steht Al Ain unter dem Schutz der UNESCO.

Eine weitere Erbstätte ist die Hili Oase – eine feste Siedlung, die für ihre besondere Architektur und außergewöhnlichen Begräbnisrituale bekannt ist. Der 1249 Meter hohe Jebel Hafit, der die malerische Kulisse der Stadt ausmacht, umgeben von 500 über 5.000 Jahre alten Grabstätten, gehört ebenfalls zu den wichtigsten historischen Orten Al Ains. Studien zufolge gibt es rund um den Berg ungefähr 118 Pflanzenarten, 18 verschiedene Arten von Säugetieren, 140 Vogelgattungen und zehn unterschiedliche Reptilien. Einige der Fossilien in Jebel Hafit können bis in die Kreidezeit zurückdatiert werden.