Wüste im Oman

Jiddat al Harasis, Rub al Khali und Wahiba

Das Sultanat Oman ist ein Wüstenstaat. Jiddat al Harasis, Rub al Khali und Wahiba - geheimnisvolle Namen für die menschenleeren Gegenden, in denen Wadis und Sanddünen herrschen. Die Wüsten in Oman lassen sich nicht mit wenigen Worten annähernd treffend charakterisieren, denn wenngleich sie nicht afrikanische Ausmaße haben, so konzentrieren sich auf dem Gebiet des Sultanats schroffe Gebirge, Trockentäler, weitläufige Schotter- und Kiesebenen und rostrote Sanddünen. Ab und zu taucht wie aus dem Nichts eine Oase auf. Dattelpalmen trotzen mit einem Minimum an Wasser der flirrenden Sonne und bieten den so dringend nötigen Schatten für Menschen und Tiere. „Sein Leben ist Luft und Wind, Sonne und Licht, Weite und Leere…, nur der Himmel über ihm und die unberührte Erde unter seinen Füßen.“:So beschreibt „Lawrence von Arabien“ die Beduinen und die Atmosphäre der omanischen Wüste. Und bis heute trifft seine Schilderung jenen Eindruck, wenn man das erste Mal die Geborgenheit des Camps verlässt. Die Fahrt katapultiert einen direkt hinein in die Bilderbuchwelt der Beduinen, in der sich die Silhouetten langsam vorwärtsschreitender Kamele von den roten Dünen abheben. Ein wenig überrascht ist man fast, dass die Wüste Omans so sehr jenen Klischees entspricht, die sich durch Postkartenmotive oder Filme in unseren Köpfen festgesetzt haben. Und freut sich insgeheim, dass alles so ist, wie es sein soll. Eine Reise in die Wüste ist eigentlich fast ein Muss, wenn man den Oman wirklich kennen lernen möchte.