Wüste in Namibia

Lebensquell Nebel

Namibia hat gleich zwei Wüsten zu bieten: Die Kalahari und die namensgebende Namib, die älteste Wüste der Welt. Jene Stein- und Sandwüste, die von Horizont zu Horizont ein Meer aus Steinen, Kies, Felsen und Staub bildet, das irgendwo an mächtige Berge stößt. Deren rostrote Sossusvlei-Dünen sich aus der goldgelben Grassteppe majestätisch erheben, die vorwärtswandern, vom heißen Wind rastlos vorangetrieben. Die Dünen der Namib sind einzigartig auf der Welt, ihre stets dem Wandel unterworfenen Formationen bringen Leben in die sonst so wenig lebenswerte Wüste.

Farbenspiel der WüsteEinziger Lebensquell ist der Nebel, der manchmal durch die feuchten Passatwinde vom Meer her wie ein Schleier über der Namib liegt und dessen lebensspendende Nässe rare Pflanzen und Tiere nährt. Es wirkt wie die Szene aus einem surrealen Gemälde von Dalí, wenn eine Gruppe Springböcke über die roten Dünen zieht, ihre Schatten gestochen scharf und pechschwarz auf dem Sand, darüber ein unnatürlich blauer Himmel. Die Kalahari im Osten wirkt sanfter, harmloser und im Frühling verwandeln die Regengüsse sie zu einem grünen Grasland, in dem für kurze Zeit zwischen Dornengebüsch, Akazien- und Kameldornbäumen ein zarter Blütenteppich sprießt.

Wer hier zu Hause ist braucht eine dicke HautDennoch ist die Kalahari eine Wüste und nur die angepassten Wildtiere und die San, die Buschmänner, können hier auf Dauer leben. Wer das Abenteuer wagt und sich in die Tiefe der namibischen Wüsten hinein wagt, wird ganze Fotoalben füllen können und dennoch nicht all die grenzenlose Schönheit und Vielfalt einfangen, die die Wüsten in Namibia zu bieten haben.