Wüste in Indien

Die Wüste Thar ist den meisten Reisenden völlig unbekannt

Thar. Ein hartes, raues Wort, das sandgewordene Einsamkeit verspricht. Mächtige Dünen, vom mageren Grün kämpferischer Sträucher getüpfelt. Dazwischen immer wieder riesige Kamelherden, die für Nachwuchs bei den immer noch gängigen Transporttieren in den Karawansereien sorgen. Thar – Indiens Wüste – ist ein Ort im Nirgendwo, der den Blicken des Großteils der Menschheit verborgen bleibt. Und doch ist die Wüste in Indien ein Ort, den Sie unbedingt gesehen haben sollten, denn die Stimmung dort ist eine ganz besondere.

Picknick in der EinsamkeitAnders als in Afrika fällt hier selten aber dennoch ausreichend Regen, um das rein vegetarisch lebenden Volk der Bishnoi mit pflanzlicher Kost zu ernähren. Ein Besuch bei Indiens Wüstenvolk prägt den Reisenden, denn die unbeschwerte und fröhliche Art dieser fast besitzlosen Hinduisten beeindruck zutiefst. Auf ihrem Land leben zudem die letzten Zwergantilopen Indiens, weil sie von den Bishnois nichts zu befürchten haben. Vielleicht wird dieser Eindruck noch von der mittelalterlichen Handelsstadt Jaisalmer übertroffen, die er als wichtige Station auf der alten Handelsroute zwischen China und den arabischen Ländern zu gewaltigem Reichtum brachte. Bis heute zeugen die alten Häuser vom Glanz dieser Zeiten. Wer in Indiens Wüste reist wird außerdem Luxushotels finden, die sich mit nichts vergleichen lassen. „Mitten im Nirgendwo“ trifft ihre einzigartigen Lagen zwischen Sand, Sand und noch mehr Sand nur unzureichend. Es ist eine samtig-matte Stille, in der der Wüstenwind singt und die Körnchen der Dünen Rascheln und dem Gast als Melodie der Wüste eine Gänsehaut verschafft….