Wüste in Chile

Science-Fiction vor den Andengipfeln

Die ist die trockenste Wüste der Erde – die Atacama in Chile. Eine karge Mondlandschaft vor der Kulisse mächtiger Andengipfel, eine Ödnis, die trotz aller Widrigkeiten lebt, ein faszinierendes Zusammenspiel aus Farben und Texturen, ein abstraktes Gemälde zum Anfassen und hineingehen. In dieser Wüste im Norden Chiles gibt es so viel Salz, dass man nach einigen Stunden sogar die schneebedeckten Vulkangipfel für Salzkegel halten könnte. Die Atacama speit 80 Grad heißes Wasser aus den Tatio-Geysiren, sie stinkt nach Schwefel und blendet die Augen.

Lagunen & Wüste sind in Chile kein Widerspruch Doch selbst die trockenste Wüste der Erde kann mit Lagunen aufwarten, die in dieser kargen Szenerie fast fehl am Platz wirken. In den Bergen bei Misvanti und Miniques erwartet den Besucher hingegen eine perfekt ausgeleuchtete Szenerie: zwei Seen mit lagunenhaftem Wasser, umrahmt von roten Bergen und einer buschbesprenkelten Anhöhe. An den Ufern waten rosa Flamingos wie fehlbesetzte Statisten in einem skurrilen Science-Fiction-Film. Wildlife in der WüsteBadefreuden bei der AWASI LodgeBesonders verblüffend ist vielleicht auch, wie harmonisch, ja geradezu gut getarnt, sich die einzigartigen Lodges in das Gesamtbild der Atacama-Wüste einfügen und die Illusion von Mittendrin perfektionieren. Wer hier wohnt, rund um die Uhr und rundum von der bizarren Atacamawüste umgeben, wird noch lange davon schwärmen. Und sich daran erinnern, wie unfassbar vielfältig sich die auf den ersten Blick kahle, kalte und abweisende Wüste Chiles zeigen kann.