Wüste in Botswana

Ein Flussdelta und Mondlandschaft

Die Wüste in Botswana ist gleichzusetzen mit der Kalahari, die fast zwei Drittel des Landes bedeckt. Das Besondere und vielleicht Einzigartige an dieser Wüste ist ihre grüne, üppig bewachsene und ganz und gar unwüstenhafte Seite – das Okavango Delta. Wer durch die nassen Schwemmebenen des Flusses fährt, sieht sattes Gras, belaubte Bäume und Sträucher und keine Spur von Wüste.

Streifzug durch das WüstengrasDennoch hat man ständig den Sand der Kalahari unter sich, ohne dass die Landschaft an eine Wüste im klassischen Sinn erinnern würde. Wasserläufe, Seen und Sümpfe bedecken das Okavango-Delta – die grünste Wüste der Welt. Botswana hat aber auch echte Wüste zu bieten, schließlich gehört noch mehr vom Land zur Kalahari. Der wohl stärkste Kontrast zum grünen Teil sind die Makgadikgadi-Salzpfannen. Eine weiße Mondlandschaft, geprägt vom unnachgiebigen, strahlend blauen Himmel über dem weißen Nichts der Salzebenen, die in der Hitze flirren.

Salz statt Sand im Makgadikgadi Nationalpark Und irgendwo dazwischen bewegt sich das dritte Gesicht von Botswanas Wüste. Im Süden erstrecken sich menschenleere Grassavannen, in denen nur die Regenzeit Wasser bringt. Einzig die eingeborenen Bushmen trotzen dort den unwirtlichen Bedingungen der Wüste und wer sie besucht wird nicht glauben, dass man hier auch nur einen Tag überleben kann, geschweige denn Jahrhunderte. Wer so gut wie alle Facetten einer Wüste sehen möchte, der wird in Botswana fündig.