Wüste in Australien

A lot of nothing

Die Wüste in Australien – das ist das Outback. Und das hat viele Gesichter. Schroffe Geröllwüsten, die wie ein impressionistisches Gemälde in Pastelltönen von Rostrot bis Ocker in der Sonne glühen. Ab und zu liegen Felsen neben der Piste, verdorrte Grasbüschel wehen über die Weite. Sonst gibt nichts dem Auge Halt. „A lot of nothing – viel vom Nichts“, nennen die Australier ihre Wüsten. Sechs Millionen Quadratkilometer Wüste, gigantischer wird man sie wohl nirgendwo sonst finden und auch selten vielgestaltiger. Savannen mit einzelnen Grasbüscheln und knorrigen Sträuchern, ausgedörrte Flussläufe, verkrustete Salzseen mischen sich mit verwitterten Gebirgen und kargem Weideland. Wer durch die Wüste Australiens fährt fühlt sich zurückversetzt in den „Goldrush“, als zahllose Goldgräber und Edelsteinsucher in der glühenden Ödnis ihr Glück im glänzenden Metall suchten. Szenen, wie man sie bisher vielleicht nur aus alten Western-Filmen kennt, wenn Staubwolken einen Reiter ankündigen, die Sonne auf die Steppe brennt und eine Ahnung entsteht, wie erbarmungslos das australische Outback ist. Inmitten des Nirgendwos zu wohnen, sich nachts in einem atemberaubenden Sternenhimmel zu verlieren und das Gefühl zu genießen, die gigantischen Weiten nur für sich zu haben – das ist Freiheit pur. Auf den Spuren der Abenteurer ins Outback zu ziehen, dem Auge und dem Geist Ruhe gönnen und leere Akkus in der Wüste Australiens mit ganz viel Muße aufladen: Das ist Luxus pur!