Europa & Nordafrika

In Luxuskatalogen schwelgen, Prospekte von Traumhotels durchstöbern – wenn andere abends einen guten Krimi gelesen haben, war ich schon immer dabei, mich zu den erstklassigsten Hotels davon zu träumen und mir alles detailliert vorzustellen: die Suiten, die Minibar, den Roomservice. Als ich dann auf meiner ersten beruflichen Reise in einem Luxusdomizil übernachtet habe, war die Angst, etwas falsch zu machen, aber doch größer als der Wow-Effekt und die Minibar blieb unangetastet. Das ist viele Jahre her und mittlerweile genieße und teste ich bei meinen Reisen sämtliche Annehmlichkeiten auf Herz und Nieren, sofern es die Zeit zulässt. Das ist für mich die einzig sichere Methode herauszufinden, womit auch anspruchsvolle Kunden voll zufrieden sind und das ist essenziell. Denn etwas verkaufen, was mir nicht liegt, ist ein No-Go für mich.

Europa und Nordafrika überzeugen mich schon alleine deshalb, weil ich ungerne 16 Stunden in einem Flugzeug sitze. Da reicht mir auch ein Viertel der Zeit und trotzdem habe ich dabei alles, was ich mir nur wünschen kann. Gerade die Kombination mit Nordafrika macht aber den Reiz für mich aus, denn nur Europa wäre mir zu wenig. Auf der einen Seite kann ich ein verlängertes Wochenende in Paris anbieten, auf der anderen einen Besuch in „Chaos-Kairo“, in dem man sich beim Autofahren wie in einem unkontrollierbaren Computerspiel fühlt. Oder ich offeriere einen schläfriger Sommernachmittag an der Côte d‘ Azur oder auf Capri im Gegensatz zur Einsamkeit der burgenartigen Kasbahs im Atlasgebirge. Und dann schicke ich meine Kunden auch immer wieder gerne nach Fez – das Tollste überhaupt. Wer einmal wirklich eine Zeitreise machen möchte, muss sich durch die mittelalterlichen Gassen der Altstadt treiben lassen und fühlt sich augenblicklich viele hundert Jahre zurückkatapultiert. Und das per Flugzeug eigentlich „um die Ecke“. Eine bessere Reisemischung in Verbindung mit bequemer Erreichbarkeit geht nicht.