Indischer Ozean

Die Schuhe in einer Ecke vergessen, die Uhr im Koffer vergraben, morgens Kugelfisch und Rochen einen guten Tag wünschen und stundenlang meditativ das Farbspiel auf dem Wasser über bunten Riffen beobachten – schon in jungen Jahren habe ich mich während einer Maledivenreise in „meine Inselchen“ verliebt und seither lässt mich der Indische Ozean nicht mehr los. Viele denken, dass man auf diesen Enklaven aus mehlweißem Sand, quietschgrünen Palmen und azurblauem Wasser über Kurz oder Lang den Inselkoller bekommt. Aber alle Kunden, die einmal „nur zum Testen“ auf einer der vielen hundert Inseln waren, werden ebenfalls süchtig nach meinem geliebten Robinson-Barfuß-Feeling. Es ist einfach unbeschreiblich, welche Freiheit es einem gibt, noch vor Sonnenaufgang im Pyjama aus dem Zimmer auf den verschlafenen Strand hinauszutreten und dem Riff beim Aufwachen zuzusehen: Allein die Fische, die tollkühn aus dem Wasser hüpfen und die ersten, pastellfarbigen Sonnenstrahlen am Horizont fesseln meinen Blick immer wieder – seit nun mehr 20 Jahren jede Saison einmal.

Herrlich, wenn man einmal nichts verpasst

Das Schönste: Auf den Malediven kann man wirklich „runterkommen“, denn keine Sekunde hat man dort das Gefühl, etwas Wichtiges oder Sehenswertes zu verpassen. Das passiert mir schon eher auf den Seychellen oder Mauritius. Hier geht es ein wenig lebendiger, aber nichts desto trotz gemächlich und leger zu. Mit ihrer reichen Flora und Fauna, zauberhaften Tempeln und schier endlosen Wanderrouten fesseln die Inseln Besucher vom ersten Augenblick an. Und man könnte durchaus etwas verpassen, wenn man die Augen nicht offen hält! Riesenschildkröten, Flughunde, die das Resort bei Dämmerung von Baum zu Baum fliegend erkunden oder die riesigen Früchte der Seychellen-Palme „Coco de Mer“ am Strand – ich weiß gar nicht, wovon ich meinen Kunden zuerst vorschwärmen soll und deshalb schicke ich sie einfach persönlich in mein Inselparadies, denn wer nicht dort war, wird den Zauber nie ganz begreifen.