Reisebericht Botswana Mai 2017

Dumela in Botswana!
Anfang Mai reise ich für eine kurze Stippvisite nach Botswana, um neue und renovierte Camps zu besuchen, und bin erneut „schockverliebt“!

Verliebt in Botswana, das Delta, die Menschen und die Tiere. Diese unendliche Weite, diese Ursprünglichkeit, das herzliche Lachen der Menschen und diese Nähe zu den Tieren zaubern mir in den nächsten 8 Tagen ganz oft Gänsehaut und manchmal auch „Pipi“ in die Augen.

Die erste Überraschung lässt auch nicht lange auf sich warten: Ein Helikopter steht bereit, um mit mir 15 Minuten über dem Delta zu kreisen. Mein Pilot Michael hat die Türen entfernt, und so nehme ich höchst luftig platziert als Co-Pilot Platz und bekomme schon jetzt das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Es ist tatsächlich nochmal etwas ganz anders als mit dem Kleinflugzeug über das Delta zu fliegen!

Einmalig auf der Welt - die Landschaft des Okavango-BinnendeltasWährend mir der Wind um die Ohren pfeift, können wir die Tiere, immer in respektvollem Abstand, aus einer ganz anderen Perspektive beobachten, für Fotoaufnahmen in der Luft stehen bleiben oder auch mal ganz schnell über die offenen Graslandschaften fliegen.
So sehe ich in dieser kurzen Zeit eine Unmenge an Tieren: riesige Büffelherden, Elefanten, Giraffen, Hippos, ein riesiges Krokodil…

Was für ein Einstieg in diese Reise – WOW!

Aber gleich am nächsten Morgen lerne ich das Delta von der anderen Seite kennen, nämlich im Mokoro, dem für das Delta so typischen Einbaum-Boot. Leise, sacht und auf Augenhöhe mit den Bewohnern des Schilfes gleiten wir durch das Wasser. Ich lerne viel über die unterschiedlichen Wasserlilien, den Painted und Long Reed Frog und die „Highways“ der Hippos durch das Schilf. Und: Ich lerne aus Wasserlilien eine Kette zu basteln!

Weiter geht es zu einem neuen Camp, dem Gomoti Plains Camp, das mich auf Anhieb begeistert. Eingebettet in den Busch verstecken sich die Zelte rechts und links der Main-Area, ein kleiner Pool und viele Sitzecken laden nach und vor den Safariaktivitäten zum Faulenzen ein.

Auch kulinarisch werde ich hier sehr verwöhnt. Am Abend treffen sich alle Gäste am Camp-Fire, um anschließend gemeinsam am großen Tisch zu Abend zu essen, die Erlebnisse des Tages auszutauschen und Aktivitäten für den nächsten Tag zu besprechen. Ich entscheide mich hier für einen Bush-Walk.

Zusammen mit anderen Gästen geht es am nächsten Morgen zu Fuß in die Wildnis – wieder eine ganz andere Perspektive! Als Großstadtkind muss ich mich hier 100% auf die Guides verlassen, die alle Zeichen, Spuren und Gerüche des Buschs lesen und deuten können. Denn hier befinden wir uns außerhalb der Komfortzone eines sicheren Autos oder Bootes! Wir lesen und deuten Spuren und die Windrichtungen und konzentrieren uns auf die kleineren Wesen wie z.B. den Dung Beetle.

Das nächste Camp, Nxabega Okavango Tented Camp von &Beyond, gehörte zwar schon vor der Renovierung zu meinen Lieblingscamps im Delta, hat aber nun nach der Wiedereröffnung einen Spitzenplatz erklommen. &Beyond hat es wieder einmal geschafft, mit viel Feingefühl das Camp auf ein neues Niveau zu heben und dabei die Natur und die Stimmungen des Buschs voll aufzugreifen.

Einer der schönsten Pools im Delta - Nxabega Okavango Tented CampDer Poolbereich mit Blick auf die Schwemmebene – Elefantenbesuch nicht ausgeschlossen – zählt, meiner Meinung nach, zu einem der schönsten Poolplätze im Delta. Schon alleine, weil man sich hier fast in einem schicken Beachclub wähnen könnte…

Und genau hier bekomme ich Elefantenbesuch in meiner Zeltsuite! Unglaublich, wie leise und unbemerkt sich diese riesigen Dickhäuter anschleichen können... Plötzlich ist er da und frisst in aller Seelenruhe die besten Blätter und Triebe rund um mein Sala. Leider wartet der Flieger ins nächste Camp schon und so lasse ich ihn zurück, meinen grauen Zimmergenossen.

Elefantenbesuch vor meiner Suite!Gerne möchte ich Sie noch auf eine ganz besonderen Neu- bzw. Wiedereröffnung neugierig machen: das Duba Plains Camp von Great Plains.

Die Duba Plains sind bekannt für ihre großen Büffelherden und eine besondere Löwenspezies, die sich perfekt adaptiert haben, um im Wasser zu jagen. Auch Nashörner, die im Rahmen des Rhino Relocation Projects „Rhinos without Borders“ von Südafrika nach Botswana umgesiedelt werden, finden in Duba Plains eine neue und sichere Heimat.

Aber auch immer mehr Leoparden zieht es in die Ebenen, und so hat man in dieser besonderen Ecke im Delta auch immer ganz besondere Tiererlebnisse.
Das Duba Plains Camp mit seinen riesigen Zeltsuiten, erstklassigen Guides und einer außergewöhnlichen Kulinarik ist hier dann noch das Tüpfelchen auf dem i.

Zum Lunch in Duba Plains muss man oft einen Löwenhunger mitbringenDie kommenden Tage sind gespickt mit unvergesslichen Tiererlebnissen und ich könnte Stunden von tollen Sonnenuntergängen, Begegnungen mit Löwen, Leoparden und Wilddogs berichten.

Eines ist jedoch sicher – es wir nie langweilig im Bush. Vor allem, weil nirgendwo sonst der Spruch „unverhofft kommt oft“ besser trifft. Beobachtet man einen Vogel, kommt vielleicht zufällig eine Hyäne daher und wer ihr folgt, trifft auch noch zwei Leoparden…

Meine Reise beende ich mit drei weiteren Highlights:
Duschen XXL in den Suiten des Vumbura Plains Camp• Dem immer wieder wunderschönen Vumbura Plains Camp. Modernes Design, riesige Suiten mit wohl den größten, mitten im Zimmer stehenden Duschen im Delta, eigenem Plunge-Pool und einer unglaublich schönen Aussicht.

• Der wohl beste Cappuccino im Okavango Delta wird mir hier mit dem Weckruf direkt ans Bett gebracht.

• Und auf meiner letzten Pirschfahrt auf dieser Reise verfolgen wir 18 Wildhunde bei der Jagd.

Ich verlasse das Delta mit einem lachenden und einem weinenden Auge und freue mich schon jetzt, wenn es das nächste Mal wieder heißt: Dumela in Botswana!

Es würde mich sehr freuen, wenn ich Sie auf diese wunderschönen Fleckchen Erde neugierig gemacht habe und mit Ihnen meine weiteren zahlreichen Erlebnisse und „Neuentdeckungen“ teilen dürfte.

Auf bald
Ihre Sabine Pokorny