Asien

Faszinierend, exotisch und ein Essen, das die Geschmacksknospen zu wahren Aromaexplosionen hinreißt. Das macht sicher einen wesentlichen Teil Südostasiens aus, wenn auch nie und nimmer alles. Kein Wunder bei einer derartig bunten Mischung, die mich bereits bei meiner ersten Thailandreise während des Studiums schier erschlagen hat. Schon die Ankunft in Bangkok! Diese Gerüche, die Luft, das Chaos – ich war und bin immer wieder überwältigt. Alles ist so gigantisch anders, als man es gewohnt ist: das Essen, die Menschen, die Häuser, die Luft. Asien in Worte zu fassen ist schlichtweg unmöglich. Wenn ich mir ein Lieblingsziel herauspicken müsste, wäre das wohl Bali, an dem mein Herz hängt. Vor vielen Jahren auf einer Weltreise zunächst als kurzer Zwischenstopp geplant, wurde daraus eine echte Vorliebe. Bali, das ist für mich der würzige Nelkenduft qualmender „Kretek-Zigaretten“ am Flughafen. Oder das satte Grün der Natur, wenn ich morgens aus dem Fenster schaue und die schrillen Töne und bunten Farben balinesischer Feste. Wer sich einen kleinen Vorgeschmack auf Bali holen möchte, sollte das Buch „Eat, pray, love“ von Elisabeth Gilbert lesen.

Nicht nur Beruf sondern Berufung

Farben spielen überhaupt eine große Rolle in Asien, denke ich nur an die Frauen in Rajasthan, die sogar bei der Feldarbeit ein mit Gold und Schmuck behängter „wandelnder Tresor“ sind. Oder ich erinnere mich an den Trubel in asiatischen Städten. Wobei dieser gerade in Indien schon gewöhnungsbedürftig ist, mit all den heiligen Kühen im Straßenverkehr. Und wenn ich behaupte, Asien biete eine unglaubliche Fülle an kulinarischen Entdeckungen liegt das sicher auch daran, dass ich grundsätzlich immer offen für Neues bin und alles erst einmal probiere. Was mir aber auch schon weniger empfehlenswerte Delikatessen wie Qualle oder Schlangenschnaps einbrockte. Das ist natürlich nicht jedermanns Sache, aber wer sich auf Asien einlässt wird sich überall willkommen fühlen und in eine Welt eintauchen, wie sie fremder und dennoch faszinierenden nicht sein kann. Zumindest für mich, denn Asienreisen zu verkaufen ist nicht Beruf sondern Berufung.