In The Middle of Nowhere

Minaret Station ist nur per Helikopter erreichbarEs gibt Lodges, in denen man mit Limousine vorfährt und unter Kronleuchtern eincheckt. In Minaret Station checkt man per Helikopter ein. Nicht aus Protz, sondern ganz einfach, weil es die einzige Möglichkeit ist, an diesen gottverlassenen Ort zu Füßen des Mount Aspiring zu kommen.

Viele Vorbesitzer scheiterten in der Wildnis
Neun verschiedene Grundbesitzer haben seit 1860 das Handtuch geworfen, denn so wildromantisch es dort ist – es ist auch das unwirtliche Ende der neuseeländischen Welt. Doch dann kam die Familie Wallis Flugunternehmer Tim, seine Frau Prue und die vier Söhne Nick, Matt, Jonathan und Toby. Dazu 25.000 Nutztiere und das frühere Kindermädchen der Wallis-Brüder, Shirl, sowie ihr Mann Jerry.

Matt ist passionierter BergführerDie Mitglieder der Wallice-Family sind echte Multitalente
Es gibt wohl nicht viele Familienunternehmen, in denen so Hand in Hand gearbeitet wird, was daran liegt, dass die Wallises Pragmatiker sind – und hervorragende Piloten mit über 15.000 Flugstunden! Hier macht jeder das, was er am besten kann. Weil Matt ein Händchen für‘s Management hat, ist das Camp eben sein Part im Familienunternehmen „The Alpine Group“. Seine Brüder Nick, Jonathan und Toby beweisen sich als Wildnis-Guides, hochqualifizierte Heli-Piloten sowie geschickte Farmer. An einem solch abgelegenen Fleckchen Neuseelands profitieren die Wallis-Jungs aber auch von ihrer Fähigkeit, aus Nichts etwas zu machen: Ein BBQ-Grill aus leeren Fässern, Lampen (Design by MattWallis!) aus Querstreben von Telefonmasten…

Die Gäste wohnen in separaten Cottages Mit denWallis-Brüdern in die Luft zu gehen oder mit Jerry zum Jagen vermittelt einen Eindruck, wie grenzenlos frei aber auch hart das Leben hier draußen ist. Den Männern wohnt jener Holzfällercharme inne, dem man zutraut, gleich zwei Schafe unter jeden Arm zu klemmen und Bäume mit bloßen Händen zu fällen. Echte Naturburschen, mit denen jeder Augenblick ein spannend-unterhaltsames Abenteuer wird.

Wer bei de rWallis-Familie zu Gast ist, bekommt unglaubliches Insiderwissen über Land und Natur, abenteuerliche Heli-Touren sowie echten Luxus in the middle of nowhere. Und das ganz ohne großes Aufhebens! Minaret Station selbst ähnelt denWallis-Brüdern in gewisser Weise. Bodenständig, unprätentiös und gerade deshalb so charmant. Sie nennen es „shepherd chic“, jeder andere nennt es unvergleichlich! Deko sucht man vergebens, alles ist aus einem guten Grund vorhanden und nicht, weil es „nur“ schön ist.

Die Wiederentdeckung des Simple-Life
Die Talsperre mit Turbine gibt es nicht wegen des Öko-Images, sondern weil dort Wasser fließt und es sich finanziell rechnet. Selbst das, was die Gäste auf ihren Tellern finden, landet aus bestimmten Gründen in der Pfanne: weil es Saison hat, einem der Brüder gerade ins Netz ging oder vor die Flinte lief. Schon weit bevor man hierzulande den Trend von „back to the roots“ und „the simple life“ wiederentdeckte, war dies Alltag in Minaret Station. Nicht aus einem Zeitgeist heraus, sondern weil es, zumindest für dieWallis-Brüder, die schönste Art zu leben ist.
Wenn Jerry das Feuer für die privaten Hot Tubs der vier Gästezelte anzündet, man im heißen Wasser unter dem Sternenhimmel die müden Glieder ausstreckt um anschließend im Kingsize-Bett von wilden Flügen über das Land des „Herrn der Ringe“ zu träumen…
Dann erscheint das raue Hochtal, das so viele Vorbesitzer zum Aufgeben zwang, der Himmel auf Erden zu sein. Für dieWallises ist Minaret Station das sicher!