Regionen des Oman

Keine wie die andere, jede eine Offenbarung

Muscat

Ein runder Aussichtsturm bietet den besten Blick über die StadtIn Omans Hauptstadt kommen die meisten Reisenden an und stellen die Region Muscat nicht nur deswegen ins Zentrum Ihrer Reise.
Vom einstmals wichtigsten Hafen der Portugiesen zeugen die beiden mächtigen Festungen Al-Mirani und Jalali. Bis heute ist es erstaunlich, wie grün und flach Muscat ist – bis auf die Bürotürme im Hauptgeschäftsviertel Ruwi gibt es keine Hochhäuser, dafür viele Museen, feine Restaurants und das volle Leben.

Dominiert die Stadt - die Große MoscheeInnerhalb des historischen Mauerrings gleicht Muscat noch dem Fischerdorf von einst, mit teils fantastisch renovierten, weißgetünchten Stadthäusern, Palmen und dem dominanten Sultanspalast. Seit 1970 unter der Federführung von Sultan Qaboos aber entwickelt sich Muscat zu einer modernen Millionenstadt, in deren Einzugsbereich fast ein Drittel der Bevölkerung wohnt.

Küstenregion Batinah

Zwischen dem Hajar-Gebirge und dem Golf von Oman windet sich ein schmaler, fruchtbarer Küstenstreifen hindurch. Bereits in der Antike war Batinah besiedelt, wobei stets Bedrohung vom Meer her drohte. Deshalb finden sich hier gleich mehrere gut erhaltene Festungsanlagen.
Die größte Stadt der Region, Sohar, gilt als Heimathafen von Sindbad dem Seefahrer – und genauso sieht es dort auch aus! Nizwa & westliches Hajar Das landesinnere wird in dieser Region vom mächtigen Jebel Ahkdar Gebirge dominiert, der als natürliche Barriere Küste und Hinterland trennt.

Über 3.000 Meter hoch ragt der höchste Gipfel Jebel Shams in den Himmel, ein lohnendes Ziel, das sich mit der sagenhaft schönen Oasenstadt Nizwa (ca. 1 h Fahrt ab Muscat) kombinieren lässt.
Die historische Altstadt aus Lehmhäusern steht unter dem Schutz der UNESCO und auch der bedeutendste Souk Omans mit dem größten Angebot an Silberwaren und Antiquitäten findet in dieser Oase statt.

Das westliche Hajar ist auch außerhalb von Nizwa überraschend fruchtbar, auf dem Saiq-Plateau wachsen auf Terrassenfeldern Damaszenerrosen für die Rosenölgewinnung und Granatäpfel.

Al Sharqiyah

Bereits die portugiesischen Seefahrer schätzten die geschützte Lagune nahe der heutigen stadt Sur als Naturhafen und machten den Ort zu einem der bedeutendsten Häfen des mittleren Ostens. Hier entstanden hochseetaugliche Dhaus und der Schiffsbau nach traditionellem Vorbild spielt bis heute eine Rolle, ebenso wie die Fischerei.

Fruchtbare Oasen gibt es im Hajar-Gebirge viele„Der Osten“, so die Übersetzung für Al Sharqiyah, ist eine landschaftliche Liaison aus Küste, der Wüste Wahiba Sands und dem Hajar-Gebirge und gilt als landschaftlich abwechslungsreichte Region Omans. Und als jener Teil des Sultanats, in dem alte Kultur und Tradition noch einen besonders großen Stellenwert einnehmen.

Wahiba Sands

Sand, so weit das Auge reicht, 180 km lang, 80 km breit. Alleine die wegen des faszinierenden Farbenspiels zwischen Gold und Karmesinrot, das sich auf dem Dünenmeer zeigt, ist ein Ausflug in Omans Wüste ein Muss.
Wegen der Nähe zum Meer gibt es in Wahiba Sands einen Hauch von Niederschlag in Form von tau, der die Lebensgrundlage für die erstaunlich artenreiche Tier- und Pflanzenwelt bildet.

Doch zwei weitere, weltweit einmalige Besonderheiten zeichnen die Rimal Al Wahiba aus:
• Das größte zusammenhängende Gebiet versteinerter Sanddünen, die teils bizarrste Formen annehmen
• Völlig sandfreie Gebiete mit Ghaf-Bäumen, die verschiedenen Gazellenarten einen Lebensraum bieten und wo Beduinen ihre Herden weiden lassen

Noch etwa 100 Beduinenfamilien führen in Wahiba Sands die uralte Nomadentradition fort. Wenn Sie sich für diese Kultur und Lebensweise interessieren, können wir Ihnen die Möglichkeit bieten, in Kontakt mit den Beduinen zu kommen. Beispielsweise als Gast des Canvas Club Camps.

Dhofar

An der Grenze zum Jemen, ganz im Süden Omans, liegt die Region Dhofar. Die Küste des Indischen Ozeans nahe der Hauptstadt Salalah (ca. 1.000 km ab Muscat). Punktet mit strahlend weißen Stränden.

Weihrauch In der Antika war Dhofar das Zentrum des Weihrauchanbaus und bis heute flankieren bedeutende UNESCO-Weltkulturerbestätten die so genannte Weihrauchstraße. Die geradezu üppige Küstenebene Dhofars wird vom gleichnamigen Gebirgszug von einem völlig anderen Teil dieser Region getrennt, der den größten Teil Dhofars einnimmt: die größte zusammenhängened Sandwüste der Welt, Rhub al Khali.

Gerade diese kontrastreiche Natur ist es, die Dhofar auszeichnet: Küste trifft auf Gebirge, grüne Ackerflächen treffen auf Wüste – einfach faszinierend.

Exklave Musandam

Diese felsige, karge Landspitze in der Straße von Hormuz ist eine Besonderheit Omans. Wenn Oman das ursprünglichste, urigste Land des Orients ist, dann muss Musandam wohl aus einem anderen Zeitalter stammen.

Tiefe Fjorde schneiden sich in die Küste MusandamsBis in die 1990er Jahre war die omanische Exklave militärisches Sperrgebiet, in der nur einsame Fischerdörfchen und Schmuggler den Kampf mit der unwirtlichen Natur aufnahmen. Das Innere der Halbinsel ist bis heute ein Niemandsland aus Steinen, Geröll und einer schroffen, unbändigen Schönheit.
Die Bergnomaden vom Stamm der Shihuh leben wie vor Jahrhunderten und nur wenige abenteuerlustige Besucher wagen die Fahrt durch den 70 Kilometer breiten Korridor auf dem Gebiet der Emirate, der das omanischen Kernland mit seinem Anhängsel Musandam verbindet.

Eine der schönsten Erfahrungen für Reisende in Musandam ist eine Bootsfahrt mit einer traditionellen Dhau entlang der abgeschiedenen Einsamkeit. Abends glüht das felsige Festland in Karamelltönen und sattem Orangerot, während das Boot einen Silberschweif im stillen Wasser nach sich zieht.

Das Meer in Musandams Fjorden ist das ganze Jahr über lauwarm und glasklar. Wer einmal mit Schnorchel oder Sauerstoffflasche auf Tauchstation geht, wird so schnell nicht wieder auftauchen wollen aus diesem funkelnden Paralleluniversum. Mit etwas Glück begegnet man Meeresschildkröten, Delfinen und allerhand fantasievoll bunten Fischen.