Afrikas Stil-Ikone Nummer 1

Wer in den Farbenrausch ihrer Räume eintaucht, jedes noch so winzige Detail in vollkommener Perfektion arrangiert und dennoch leicht – fast zufällig – an seinem Platz, der fragt sich: Wie um alles in derWelt kann die kreative Schöpferin all dessen analytische Juristin sein?

Meryanne Loum-Martin gilt als Trendsetterin und Design-IkoneMeryanne Loum-Martin war in ihrem früheren Leben in Paris tatsächlich Anwältin, bis sie Ihr Herz in den roten Gassen von Marrakeschs Medina verlor. Jener Stadt, die genauso wie Meryanne am Scheitelpunkt verschiedener Kulturen steht. Ihre Eltern stammen aus dem Senegal und Westindien, sie selbst lebte in Paris und New York.

Innenhof von Jnane TamsnaBegonnen hat für Meraynne alles 1985 mit der Aufgabe, ein Haus für ihre Eltern zu entwerfen. „Sie lebten in Paris und baten mich, in Marrakesch etwas Nettes für sie einzurichten. Kurz darauf riss sich die internationale Presse um Bilder und Reportagen darüber“, erinnert sich die Designerin. „Irgendwie führte dann eines zum anreden und ich lebte immer mehr hier als in Frankreich.“ Seither verwandelten Meryanne und Ihr Ehemann, der Ethnobotaniker und Anthropologe Dr. Gary Martin, alte Riads in die vielleicht zauberhaftesten Luxusdomizile Nordafrikas.

Um den garten kümmert sich Ehemann Gary MartinMeryanne Loum-Martin ist weder gelernte Architektin noch Interiordesignerin und dennoch hat die Manufaktur in Meißen eine Porzellanserie bei ihr in Auftrag gegeben. Giorgio Armani war dreimal Gast in Meryannes Boutique-Hotels, was sicher nicht nur (aber vielleicht auch) an der herausragenden Küche lag.
Seit 2001 ist für Kenner allerdings „Jnane Tamsna“ in Marrakeschs Palmerie die Kür. Fünf Villen in zwei Hektar Landschaftspark, den Gary Martin zum blühenden, duftenden Design-Pendant des märchenhaften Luxushotels machte. 2014 eröffnete Meryanne hier sogar eine eigene Kunstgalerie, die mit einer Ausstellung des englischen Künstlers Nic Fiddian Green durchstartet.

„Jnane Tamsna ist zeitlos elegant und trotzdem fühlt man sich hier wie in einemPrivathaus.Nostalgie und ArtDeco treffen auf afrikanische, marokkanische und indische Elemente und es passt so perfekt, weil sie alle denHintergrund islamischer Kultur und Kolonialzeit vereinen“, fasst Meryanne das gewisse Etwas von JnaneTamsna zusammen.Ob das das ganze Geheimnis ihres weltweit maßgebendenWohnstils ist, weiß nur sie alleine…