Magische Momente auf den Malediven

Nur das Meer, die letzte Abendsonne und unsere Malediven-ExpertinGibt es den perfekten Augenblick? Seit meiner letzten Maledivenreise im August weiß ich, dass es ihn gibt. Überraschenderweise habe ich diesen Glücksmoment ausgerechnet bei etwas erlebt, das in Spitzenresorts auf denMalediven schon eher zum Standard gehört – während eines Abendessens am Strand, zu dem mich kitschigerweise auch noch ein Katamaran samt Champagner und Canapés entführte. Und doch ist diese magische, überwältigende Stimmung etwas, das ich wie einen Schatz für graue Momente hüte. Um diesen Abend immer wieder heraufzubeschwören und in Gedanken darin zu schwelgen.

Magie beim Dinner auf der SandbankEs ist das vollendete Bild eines satten, buttergelben Monds, der sich riesig und rund über dem Indischen Ozean erhebt. Und ich spüre noch den für dieMalediven recht ungewöhnlich starkenWind, der an der weißen Damasttischdecke zerrte, den Fackeln stiebende Funken entriss und den silbrig schimmernden Sand um meine nackten Beine tanzen ließ. Er sorgte auch dafür, dass die gegrillten Köstlichkeiten nicht mehr heiß auf meinemTeller ankamen. Eine winzige „Un- Perfektion“ der Natur, die in diesem Augenblick jedoch vollkommen belanglos war.Wie weiße Geister huschten die Kellner zwischen Grill und Tisch hin und her, ihre Turbane erhellt vom Mond und kristallklaren Sternen, meine Sinne hin- und hergerissen zwischen schmecken, schauen, riechen, spüren. Heute weiß ich gar nicht mehr so genau, welche Speisenfolge aufgetragen wurde, geschweige denn, wie spät es war, als mich ein Speedboot über die mondhelle Wasserstraße des Ozeans zurück zum Banyan Tree Vabbinfaru brachte. Denn die windgewiegte Einsamkeit, die samtweiche Luft und der schwere Mond haben mich verzaubert.