Kea - alles andere als Kavaliere

Schon auf dem Weg zum Milford Sound verfällt man der Schönheit des Fjordlands. Jede Kurve eröffnet neue Panoramen und der eine oder andere Fotostopp ist ein absolutes Muss. Berauscht vom Anblick der eindrucksvollen Bergwelt Neuseelands, ist man felsenfest überzeugt, dass nichts und niemand dieses eindrucksvolle Naturerlebnis schmälern kann. Doch bei der Rückkehr zum Fahrzeug wird man unter Umständen eines Besseren belehrt. Nicht etwa ein findiger Taschendieb trübt die Urlaubsfreude. Nein, dies übernimmt ein olivgrün gefiederter Bergbewohner, namens Kea. Dieser hat sich hingebungsvoll der Scheibenwischer angenommen. Nach dem diese dem Spieltrieb des Kea nicht länger standhielten, wandte der Kea sich voller Aufmerksamkeit den Fensterdichtungen zu. Von der abstrakten Kunst am Autolack ganz zu schweigen. Und so verwundert es nicht, dass Neuseelands Versicherer in manchen Gegenden mehr Sachschäden durch die hakenartigen Schnäbel der possierlichen Tiere zu verzeichnen haben, als durch die fehlerhafte Fahrweise von Menschen.