Top 10 Gourmet-Lodges Australien

Australien Die Krönung Ihrer Gourmetreise durch Australien Längst hat der back-to-the-roots-Biotrend auch australische Gourmetküchen erreicht und viele Lodges warten mit hervorragender Küche mit regionalen, saisonalen Zutaten auf. Ein ausgezeichnetes, ambitioniertes Team am Herd spielt natürlich nach wie vor eine große Rolle, doch auch das, was in die Töpfe und Pfannen wandert, wird von den Gästen zusehends kritisch unter die Lupe genommen.

Hier stellen wir Ihnen unsere Top 10 Gourmet-Lodges in Australien vor, die Ihnen mit frischen, ehrlichen und lokal erzeugten Produkten während Ihrer Genussreise durch Australien zu kulinarischen Höhenflügen auf dem Teller verhelfen.

Country Kichen auch fürs AugeEmirates Wolgan Valley Resort & Spa – New South Wales
Die Blue Mountains gelten bei den Aussies schon von vornherein als lohnendes Feinschmeckerziel. Das Wolgan Valley Resort erfüllt all ihre Erwartungen mit typisch australischer Country Kitchen aus weitgehend biologischen Zutaten. Was nicht bio ist, kommt mindestens aus der Region nach dem farm-to-fork-Prinzip – also vom Bauernhof direkt auf die Gabel (mit einem kürzestmöglichen Zwischenstopp in der Küche): Fleisch von Mandagery Creek Wild, frei lebenden Ormiston-Schweinen, Jannei Ziegenkäse und Olivenöl von den Lakelands schmecken nicht nur hervorragend, sondern haben ganz nebenbei eine positive CO2-Bilanz.

Gerne wird im Weinkeller aufgedecktLake House – Victoria
Executive Chefin Alla Wolf Tasker und Head Chef David Green sind ein Team, das aus den einfachsten Zutaten so gut wie alles zaubert. Lamm, Fisch, Ziegenmilch und sogar Fallobst von alten Sorten, Freilandgeflügel aber auch längst vergessene Raritäten wie Damaszenerpflaumen, Quitten und gelbe Holzäpfel versorgen die Küche im Lake Victoria mit dem, was vor der Haustüre angeboten wird. Allas Traum vom kleinen, feinen Gourmetrestaurant funktioniert auch deshalb so hervorragend, weil sie mittlerweile ein enges Netzwerk von Farmern um sich gestrickt hat, die sie täglich mit ihrer Ernte beliefern.

Austern - frischer geht’s nichtSaffire Lodge – Tasmanien
Mit Chefkoch Hugh Whitehouse zu einer Bio-Austernfarm fahren, um dort vor Ort diese Delikatesse zu kosten, dürfte nicht zum üblichen Repertoire eines Lodge-Restaurants gehören. Und auch nicht, dass er sein Team zu Flexibilität ermuntert, was Saison und die damit verbundenen Gerichte anbelangt. In den Küchengarten gehen, beim Nachbarbauern anrufen, die Marktfrau fragen und dann entscheiden, was gekocht wird, so funktioniert Gourmetküche in der Saffire Lodge. Das kann sich nur jemand erlauben, der die harte französische Kochschule durchlaufen und ein untrügliches Gespür für das Beste hat.

Genuss mit MeerblickSouthern Ocean Lodge – Kangaroo Island/Südaustralien
“Produce to plate” ist der Grundsatz von Küchenchef Tim Bourke, der es mit jedem täglich wechselnden 4-Gänge-Menü schafft, dem Einfachen und Bewährten die hohen Weihen der Gourmetküche zu verleihen. Es ist nicht nur die Art, was er aus Königskrabben, Meerfenchel oder Schweineschulter kreiert, sondern auch das Wie. Fast möchte man die essbaren Kunstwerke nicht anrühren, um die perfekten Kompositionen aus Farben und Texturen nicht zu zerstören. Selbst Schafs-Manchego mit Lavendelblüten und bernsteinfarbenem Honig sieht hier aus wie eine essbare Skulptur. Tim Bourkes Ziel, die Southern Ocean Lodge zu einem der begehrtesten Gourmetziele Südaustraliens zu machen, ist voll aufgegangen.

Dinner ganz PrivatThe Louise
Ryan ist ein Koch, der wissen möchte, wie Lebensmittel entstehen. Käse beispielsweise macht er am liebsten gleich selbst und sein hausgeräucherter Ziegen-Povolone ist nur ein Beispiel dafür, dass das Wort „Fertigprodukt“ in seinem Wortschatz nicht existiert. Emily ist die „Süße“ im Team, deren Chai Macarons mit weißer Schokoladenganache jede Kalorie doppelt wert sind und wenn Amanda in der Backstube steht, bekommt ihr Brot mit Sauerteig-Stammkultur „Arnie“ so viel die Zeit wie es braucht, um schön saftig und feinporig zu werden. Lebensmittel sind lebendige, sehr persönliche und mit Umsicht zu behandelnde Dinge, die das Essen im The Louise erst zu dem machen, was es ist: Eine Lebensphilosophie.

Für NostalgikerCape Lodge – Margaret River/Westaustralien
Die Cape Lodge ist Boutique-Hotel und Gourmet Retreat in einem, das sogar eine hauseigene Kochschule betreibt. Denn nachzukochen gibt es geschätzte hundert Gänge aus einem Menü, das ein Best-of regionaler Zutaten darstellt. Wer die Speisekarte liest, trifft unter anderem auf Gerichte, deren Namen bereits viel über die Philosophie der Cape Lodge aussagen: „Our Edible Garden“ und „Cambray Farmhouse Cheddar“ beinhalten bereits, dass diese Köstlichkeiten keine Weltreise hinter sich haben. Auch alte und fast vergessene Sorten wie blaue Kartoffeln und historische Apfelsorten aus der Region Donnybrook finden Einzug in die Küche. Und weil Margaret River zu den bedeutendsten Weinregionen Australiens zählt, ist die trinkbare Begleitung in der Cape Lodge entsprechend hochkarätig.

Omaküche auf SterneniveauSpicers Peak Lodge – Queensland
Doug Innes-Will hat seine ganz eigene Herangehensweise, Gästen der Spicers Peak Lodge kulinarischen Offenbarungen zu servieren. Er kombiniert altes australisches Großmutter-Kochwissen mit jungem, experimentellem Minimalismus. Kochen bedeutet in Spicers Peak Wertschätzung für die Region und ihre Produzenten und auch einen gewissen Lokalpatriotismus, was die Auswahl der Zutaten anbelangt. Wenn daraus folgt, saisonal einige Gerichte einfach von der Speisekarte zu verbannen, dann ist das kein Beinbruch sondern die große Chance, sie durch Neukreationen zu ersetzen. Was schon die Großeltern wussten, findet wieder eine Renaissance: Improvisieren führt bisweilen weiter als ein Blick ins Kochbuch.

Die Moorilla WineryMONA Pavilions – Tasmanien
Dem Kunstsammler und Sonderling David Walsh verdankt Hobart seit 2011 das Museum of Old and New Art, eines der faszinierendsten Museen der Südhalbkugel. Neben dem MONA Museum gibt es für Übernachtungsgäste die extravaganten MONA Pavillions und auf dem Gelände außerdem das Restaurant The Source. Eines, in dem der Küchenchef einen Michelinstern trägt und einen eigenen Sommelier beschäftigt. Besonders begehrt sind die drei-, fünf-, sieben- oder neungängigen Degustationsmenüs (Sonderwünsche werden natürlich berücksichtigt!), begleitet vom passenden Wein. Dass Philippe Leban Zutaten kombiniert, die man für gewöhnlich nicht in einem Topf zusammenmischt, überrascht vollkommen – im positivsten Geschmackssinn allerdings, denn auch der möchte einmal Urlaub vom Bekannten.

Leicht, fein & kreativqualia – Hamilton Island/Queensland
Zum tropischen Teil Australiens am Great Barrier Reef passt nichts besser als eine gesunde, leichte, mediterran-asiatisch angehauchte Küche, die kulinarisch einfach das umsetzt, was das Auge sieht: Einen blitzeblauen Ozean und stille Weite in hellen, transparenten Räumen und an intimen Plätzen unter freiem Himmel. Um das kulinarische Erlebnis abzurunden bietet das qualia Resort „talk & taste“- Events mit unterschiedlichen Themen wie „Champagner & Austern“ oder „Wein & Käse“, bei denen die Gäste das Küchenteam auf kulinarischen Streifzügen durch die regionale Vielfalt begleiten.

Frisch vom MarktThe Byron at Byron – New South Wales
Jeden Donnerstag kocht Gavin Hughes im The Byron Restaurant ein “Farmers Market Dinner”. Weil das seine Art des Fastentages ist. Ein Tag in der Woche soll voll und ganz auf Zugekauftes aus anderen Regionen oder gar Ländern verzichtet werden. Auf den Tisch kommt nur das, was die Marktfrauen tagesaktuell an ihren Ständen anbieten, was zu ausgefallenen Kreationen wie „Hexenbesen-Pilzrisotto mit Schwarzkohl und Trüffelpecorino“ führt. Hughes begann als gebürtiger Schotte seine Karriere in den Michelin-dekorierten Küchen von Inverlochy Castle und hat sich trotz vieler Auszeichnungen seine hemdsärmelige, bodenständige Art bewahrt. Das schmeckt man mit jedem Bissen, die ebenso ehrlich und ungekünstelt sind, wie Hughes selbst.