Designhotels in Hongkong

Kühles Understatement

Tai Chi – fließende Bewegungen, harmonisch, rund, kraftvoll und energiegeladen. Designhotels in Hongkong dürfen sich ähnlicher Eigenschaften rühmen. Es ist wie die Kampfkunst der Shaolin, auf deren jahrtausendealter Tradition sich das moderne Tai Chi gründet: Als Außenstehender wirken die Bewegungen fast meditativ, langsam, harmlos und bescheiden. Designhotels greifen diese Art des kühlen Understatements gerne auf, um bei genauerer Betrachtung ihre wirklichen Stärken zu offenbaren. Wie ein perfekter Kampfmönch sein Können mit mentaler Kraft und absoluter Perfektion zu einer Waffe macht, so überwältigen die Lifestyle-Hotels mit dem, was erst auf den zweiten Blick offenkundig wird. Es ist ein Zusammenspiel der winzigsten Details, der Raumaufteilung, der Lichtkonzeption und der Art, alles irgendwie unerwartet anders zu gestalten als erwartet.

Ein perfektes Lichtkonzept im The Landmark Mandarin OrientalAus einer ruhigen, fließenden Bewegung im Tai Chi kann ein explosiver Sprung werden. Betritt man die Suite durch eine Türe, deren Schlichtheit geradezu schon wieder auffällig wirkt, platzt der Gast hinein in ein Reich aus Licht und High-Tech, aus chinesischen Relikten uralter Kultur, neu interpretiert und integriert, verblüffend kühl und wohnlich zugleich. „Die höchste Ebene des Kampfes ist es, nicht zu kämpfen“, sagen die Shaolin. So könnte adäquat ein Design-Hotel in Hongkong behaupten: „Die höchste Ebene des Designs ist nicht die Neuerfindung des Rades, sondern sein bewusster Einsatz.“