Australien, Neuseeland & Südsee

5.000 Kilometer. Für eine derartige Distanz gibt es in Australien ausschließlich Greyhound-Busse. Einen hin, einen zurück. Und wenn man auf einer dieser endlosen, schnurgeraden Straßen nachts die Scheinwerfer eines Autos sieht dann heißt das in Down Under noch lange nicht, dass der Wagen gleich da ist. Das kann dann schon mal über eine halbe Stunde dauern, so klar ist die Luft im Westen des Kontinents. Solche Eindrücke haben mich geprägt, als ich nach dem Studium einmal möglichst weit weg wollte und letztlich in Australien gelandet bin. Zunächst in Brisbane, von wo aus ich anfing, den riesigen Kontinent zu erobern. Australien ist nicht nur in seinen Dimensionen gewaltig, sondern auch in seiner landschaftlichen Vielfalt und wenn ich an Rundreisen tüftle, immer wieder neue Elemente aussuche und nach den perfekten Zielen suche freue ich mich jedes Mal, so aus dem Vollen schöpfen zu können. Rot, Rot, Rot, so weit das Auge reicht im westlichen Outback, traumhafte Tauchgründe am Great Barrier Reef oder Sydney, für mich die schönste Stadt der Welt – mittlerweile kenne ich eigentlich jede Ecke.

Manchmal ist Luxus keine Frage von Wohnkomfort

Besonders wohl fühle ich mich aber auch immer, wenn ich in der rauen, unberührten Natur Neuseelands unterwegs bin. Einem Land, in dem es tatsächlich mehr Schafe als Einwohner gibt und in dem die Menschen so herrlich unaufgeregt und bodenständig sind. Doch an Herzlichkeit kaum zu überbieten sind die Bewohner der Fidschi-Inseln. Selbst, wenn die Südsee viel weiter weg liegt als vergleichbare Bade-Destinationen würde ich mich immer für „meine Inseln“ entscheiden. Nirgends fühle ich mich ehrlicher und aufrichtiger Willkommen und nirgends ist die gute Laune der Einheimischen so ansteckend wie hier – ein unkäuflicher Luxus. Und selbst, wenn meine Zielgebiete nahezu unendliche Dimensionen haben – alleine Australien und Neuseeland ergeben zusammen eine Fläche von 8.768.680 km2 – kann ich behaupten: Das, was wirklich eine Reise wert ist, kenne ich persönlich.