Einsamkeit und Stille im Atlasgebirge

Homer, der große Dichter der Antike, sah im Atlasgebirge die westliche Grenze der damals bekannten Welt. Diese Ansicht wird wohl heute nicht mehr allzu viele Anhänger finden. Dennoch wirkt das Atlasgebirge auch heute noch als Scheide für gänzlich unterschiedliche Lebensräume. Profitiert die nördliche Seite des Atlasgebirges von den kühlen und feuchten Luftmassen des Atlantiks, wird der Süden von den heißen und trockenen Winden des Sciroccos beeinflusst und erhält kaum Niederschläge.

Majestätisches AtlasgebirgeDaraus ergibt sich ein äußerst vielfältiges Landschaftsbild, gekrönt von einer atemberaubenden Bergkulisse. Jahrhundertealte Eselspfade führen durch malerische Palmenhaine, vorbei an Orangen- oder Arganbäumen und münden in fruchtbare, weite Hochtäler. Grün-bläuliche Kakteen und Feigenbäume, tiefgrüne Zedern, malerische Wadis in den unterschiedlichsten Braun- und Rottönen, dazu ockerfarbene Häuser in eng verschachtelten Bergdörfern - eine jede Wegbiegung birgt neue, einmalige Eindrücke.
Immer wieder begegnen dem Reisenden im Atlasgebirge alte Wehrburgen, die sich wie ein Adlerhorst an die Felsen klammern und vor deren Zimmern sich die ganze Schönheit dieser rauen Bergwelt präsentiert. Rings um diese Kasbahs ist nur Weite, so dass man den Wind über das Atlasgebirge rauschen hört. Wer einfach in der klaren Bergluft schwelgen, die majestätische Aura der alten Kasbah spüren und dabei auf erlesenen und vor allem geschmackvollen Luxus nicht verzichten möchte, der wird sich in diese Hotels verlieben. Das Gefühl, in die dicken Mauern einzutreten, lässt einen nie mehr so ganz los.